Einrichtung in Waldkraiburg Mehrere Festnahmen nach Tumulten in Asylunterkunft

Einsatzkräfte der Polizei vor der Asylbewerberunterkunft in Waldkraiburg. Foto: fib

Nach der Gewalt-Eskalation in einer Asylbewerberunterkunft in Waldkraiburg konnte die Polizei weitere Tatverdächtige festnehmen. Am Sonntag werden sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Waldkraiburg/München - Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, konnten im Zuge der Ermittlungen weitere Verdächtige identifiziert festgenommen werden.

Einer von ihnen, ein junger Mann, soll während der Tumulte in einer Asylbewerberunterkunft in Waldkraiburg einen Mülleimer auf Polizisten geworden haben. Ein weiterer soll ein Tisch auf das Personal der Unterkunft geworfen haben. Die dritte Verdächtige ist eine junge Frau, die verdächtigt wird, mit einer Schere in die Richtung eines Mitarbeiters der Unterkunft gestochen zu haben.

Die drei Personen im Alter von 19 bis 26 Jahren wurden noch am Samstag festgenommen, am Sonntag werden sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Vorwürfe lauten: Versuchter Totschlag, Landfriedensbruch und versuchte Gefangenenbefreiung. Nach einem vierten Verdächtigen wird derzeit noch gefahndet. Bereits seit Donnerstag befindet sich ein junger Mann in U-Haft. Ihm wird vorgeworfen, einen seiner Mitbewohner mit einem Messer verletzt zu haben.

Deutliches Statement vom Polizeipräsidenten

Um eine weitere Eskalation zu verhindern, wurden einige "auffällige Bewohner" noch am Freitag verlegt. Außerdem ist die Polizei mit einem erhöhten Aufgebot vor Ort, um Präsenz zu zeigen.

Polizeipräsident Robert Kopp äußerte sich deutlich zu den Vorfällen in Waldkraiburg: "Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wird keine Gewalttätigkeiten - egal aus welcher Motivation sie auch begangen wurden - tolerieren. Gewaltsame "Konfliktlösungen", auch wenn diese in anderen Kulturkreisen akzeptiert sein sollten, sind bei uns ein "no go" und haben in einem demokratischen Rechtsstaat keinen Platz."


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