Einen Tag nach Blutbad in Texas Dayton, Ohio: Amokläufer erschießt neun Menschen

, aktualisiert am 04.08.2019 - 13:20 Uhr
In Dayton, Ohio hat ein Amokläufer neun Menschen erschossen. Foto: picture alliance/John Minchillo/AP/dpa

Schon wieder eine tödliche Schießerei in den USA! Im Bundesstaat Ohio hat ein Amokläufer neun Menschen mit einer Schusswaffe getötet und 16 weitere verletzt. 

 

Dayton – In Dayton im US-Bundesstaat Ohio hat ein Schütze neun Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Das teilte die Polizei in der Nacht zum Sonntag mit. Der Schütze selbst sei auch tot, hieß es weiter.

Die Bundespolizei FBI ermittele ebenfalls vor Ort. Medienberichten zufolge fielen die Schüsse nahe einer Bar im Oregon District im Zentrum der Stadt.

Über den Zustand der Verletzten könne man derzeit nichts sagen, sagte die Sprecherin eines Krankenhauses. Die Polizei rief mögliche Augenzeugen auf, sich zu melden und so die Ermittlungen zu unterstützen.

Zu den Motiven des Schützen in Dayton (rund 140.000 Einwohner) sowie dessen Identität konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt. Der Mann habe mit einer Langwaffe geschossen, sagte der leitende Polizeibeamte Matt Carper. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Ermittler, der Schütze habe eine Schutzweste getragen. Die Bundespolizei FBI schaltete sich in die Ermittlungen ein.

Das schnelle Eingreifen der Polizei habe Schlimmeres verhindert, sagte Carper: "Wir hatten Beamte in der unmittelbaren Umgebung, als die Schüsse fielen. Wir konnten reagieren und das Ganze schnell beenden." Oregon District, das Ausgeh-Viertel in Dayton, wo die Schüsse fielen, gelte eigentlich als sicher.

Serie an Gewalt durch Schusswaffen in den USA

Es ist die vierte Schießerei innerhalb einer Woche und der zweite innerhalb von 24 Stunden, bei der mehrere unschuldige Menschen getötet werden!

Erst am Dienstag waren zwei Menschen im Bundesstaat Mississippi in einem Walmart durch Schüsse getötet worden. Am Sonntag vergangener Woche hatte ein 19-Jähriger während eines Festivals in der Kleinstadt Gilroy in Nordkalifornien das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet.

Am Samstag schließlich hatte ein Schütze in einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt El Paso im US-Bundesstaat Texas das Feuer eröffnet und mindestens 20 Menschen getötet. Die Tat könnte rassistisch motiviert gewesen sein.

Schärfere Waffengesetze? Nicht mit Trump

Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere - vor allem, weil Trumps Republikaner dagegen sind. Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA bekämpft vehement jeden Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren. Auch Trump ist dezidiert gegen eine Einschränkung des in der US-Verfassung verankerten Rechts auf Waffenbesitz.

 

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