Eine Baustelle bleibt Endlich: Die Tram am Romanplatz rollt wieder!

Seit gestern ist am Romanplatz endlich wieder Normalbetrieb. Foto: Petra Schramek

Am Romanplatz wurde am Sonntag wieder der normale Betrieb aufgenommen. Eine Baustelle bleibt. Des Weiteren wird die Flotte durch neue Tram-Doppelzüge erweitert.

 

Nymphenburg - Das Wetter passt. Das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit ist es angenehm mild, die Sonne scheint am Sonntagmorgen, als Neuhausen-Nymphenburgs Bezirksausschuss-Chefin Anna Hanusch (grüne Partei, grüne Mütze) das rote Band durchschneidet. Jetzt, endlich, ist die Zeit des Schienenersatzverkehrs vorbei. Und die Nymphenburger können wieder mit der Tram in die Stadt und zurückfahren – oder auch zum Rotkreuzplatz und nach Schwabing.

Acht Monate waren die Linien 12, 16 und 17 unterbrochen. Der Platz ist in der Zwischenzeit neu gestaltet – und geordnet – worden.

Tramhaltestelle Romanplatz: Drittes Gleis und mehr Platz

Die neue Haltestelle fällt auf: Ihre Wartebereiche sind mit rund vier Meter hohen, verglasten Unterständen ausgestattet, die speziell für den Romanplatz konzipiert wurden. Dazwischen stehen Beleuchtungsbügel im gleichen Stil, die gemeinsam mit den Unterständen ein raumbildendes Element darstellen und den ÖPNV-Knotenpunkt gestalterisch akzentuieren. Gleiches gilt für den neuen Bodenbelag aus grau-schattierten Betonsteinen. In der Platzmitte haben die Stadtwerke das notwendige dritte Gleis verlegt, um mehr Platz für größere Fahrzeuge zu schaffen und die Kapazitäten für den erforderlichen Ausbau des ÖPNV zu erhöhen.

Die Trennung der Linien 12 und 16 wird beibehalten, um die Pünktlichkeit zu verbessern und zudem auf der Linie 16 nach und nach kapazitätsstärkere Züge einsetzen zukönnen.

Richtung Süden wird die Haltestelle künftig auch von den Buslinien mitgenutzt. Restarbeiten im Haltestellenbereich werden noch bis Frühjahr 2020 durchgeführt. Dazu zählt unter anderem die endgültige Beschilderung samt der elektronischen Fahrgastinformation. 

Neue Tram-Doppelzüge auf neuer Linie

Die Regierung von Oberbayern als technische Aufsichtsbehörde hat weitere neue Trambahnen zugelassen. Das teilte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) am Wochenende mit. Es handelt sich dabei um neun dreiteilige Züge vom Typ Avenio des Herstellers Siemens. Die MVG setzt die neuen Fahrzeuge ab sofort in ihrem Liniennetz ein.

Sie ergänzen die Flotte aus bisher zwölf vierteiligen und neun zweiteiligen Avenio-Zügen, die laut MVG "bereits seit längerer Zeit zuverlässig im Münchner Straßenbahnnetz unterwegs" sind. Die neuen dreiteiligen Züge ermöglichen die Einführung der neuen Linie 29, die ab Montag an zwischen Hochschule München, Hauptbahnhof und Willibaldplatz fährt.

Künftig sollen die Dreiteiler auch mit den zweiteiligen Zügen zusammengekoppelt eingesetzt werden. Im Verbund bietet die "doppelte" Tram dann bis zu 260 Fahrgästen Platz, rund 20 Prozent mehr als die bisher größten Fahrzeuge.

 

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