Ein Wochenende mit... Kirstie Handel Ansichten einer Clownin

Kirstie Handel beim Kaffee trinken... Foto: Petra Schramek

Hier erzählen Leute von ihrem Wochenende: Heute ist das Künstlerin Kirstie Handel, die beim Kinderfasching auftritt und danach Pizza isst

 

Die 34-Jährige ist ausgebildete und hauptberufliche Clownin, Komikerin und Stelzenkünstlerin. Sie lebt in Giesing.

Von Kirstie Handel

 Mein Freitag fängt für mich relativ früh an: Um halb neun Uhr habe ich einen Auftritt im Kindergarten. Aber die Kinder sind da hellwach, und das überträgt sich ganz schnell. An Fasching trete ich jetzt natürlich viel auf, ansonsten bei allem – von Hochzeit und Geburtstag bis Firmenevent. Und wenn mich die Eltern von einem Kind nach einem Auftritt anrufen und sagen, „Sie haben da jemanden richtig glücklich gemacht“ – dann weiß ich, dass ich den richtigen Beruf habe, auch wenn ich mir damit keine goldene Nase verdiene. Nur eine rote.

Dieses Wochenende bin ich in München. Das kommt gar nicht so oft vor, weil ich als Clownin oder mit dem Stelzentheater oft am Wochenende gebucht bin oder mit Theaterstücken für Kinder auf Tour bin. Wenn ich in der Stadt auftrete, ist mein Freund ist oft dabei. Er kümmert sich dann um die Musik. Und aus einem Theaterstück haben wir gemeinsam ein Kinderbuch gemacht, „Die Reise ins Schneeland“. Nur unterwegs sein mag er nicht so gern wie ich.

Mit so einem Rhythmus ist es natürlich schwieriger, Freunde zu treffen. Aber neben den Abenden gibt es ja noch Mittagspausen. Ich wohne in Giesing, und das Café Sonnenschein ist so ein Ort, wo ich mich gern verabrede: Das hat so eine warme Atmosphäre, zu essen gibt’s riesigen, leckeren Salat. Im Sommer scheint bis zum Abend die Sonne auf die Außenplätze, der Name passt also super. Und man hat einen schönen Blick auf die charmanten, alten Giesinger Häuser.

Mein Geheimtipp ist das Latichios in der Alpenrosenstraße, eine Tapasbar. Die hat gegen Wochenende hin offen. Ein Künstlerpaar macht das Latichios, und da bin ich sehr gern auf ein paar Gläser Wein.

Dann gibt es natürlich noch den Alpenhof am Alpenplatz, gleich bei meiner Wohnung. Den Italiener mochte ich früher schon gern, wir haben uns da öfter Pizza geholt. Jetzt aber ist das Lokal ein bisschen moderner, heller – mit schlichtem, aber coolem Flair, das ich sehr gern mag. Ich treffe mich hier gern mit meinen Freunden, esse feine Antipasti oder trinke einen Kaffee.

Freitagabend habe ich schon was vor: Da will ich mir endlich ein Stück ansehen, in dem eine Kollegin spielt: „Paarungszeit“ im Heppel und Ettlich. Und am Samstag werde ich viel damit beschäftigt sein, unseren Auftritt vorzubereiten: Am Sonntag steht der Kinderfasching mit Umzug vom Feierwerk an. Ich trete mit einem Kollegen als Clown-Duo Picc & Glucks auf. Über zwei Stunden lang, für die Kinder machen wir auch eine kleine Kostüm-Modenschau. Und mein Freund legt als DJ Antil Tanzmusik für die Kleinen auf, eine musikalische Weltreise.

Bis wir danach alles wieder ein- und daheim ausgeladen haben ist es sicher spät, aber dann bin ich oft in einer Stimmung, dass ich noch etwas unternehmen will. Vielleicht gehen wir im Sesto Senso in der Ohlmüllerstraße eine Pizza essen – oder wir nehmen sie mit ins neue Carlitos, auch in der Ohlmüllerstraße. Der Bar-Besitzer ist nämlich ein ganz lieber und lässt uns dort essen.

 

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