Ein Wochenende mit... Josef Schmid "Ich bin ein Hendl-Freak"

Josef Schmid fordert einen Extra-Wiesn-Tag ohne Platzreservierung in den Zelten. Foto: Gregor Feindt

Hier erzählen Leute von ihrem Wochenende: Heute ist das der Politiker Josef Schmid (CSU). Er nimmt sich Zeit für die Familie und bestellt im Biergarten so gut wie immer ein Giggerl.

Von Josef Schmid*

Als Politiker und OB-Kandidat habe ich auch am Wochenende viele Termine. Dass ich mal ausschlafen kann bis 9 Uhr, kommt selten vor. Aber wenn, dann frühstücken meine Frau Natalie, die beiden Kinder und ich ganz ausgiebig. Dann kommen nicht nur Wurst und Schinken auf den Tisch, sondern auch Lachs, und, seit die Kleinen sie mögen, Spiegeleier, die ich für sie brate.

An diesem Samstag wird es aber eher ein kurzes Frühstück. Ich bin mit meiner Frau in die Schießstätte der königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft „Der Bund“ eingeladen. Hier treffen sich die Allacher und Untermenzinger Vereine zum Schützen-Wettkampf, geschossen wird mit einem Kleinkalibergewehr, sitzend aufliegend.

Ich trete für die CSU Allach an, die heuer eine eigene Mannschaft stellt. Seit ich mir die Augen habe lasern lassen, treffe ich deutlich besser. Nicht so wie früher, als ich mit dem deutsch-französischen Freundschaftsverein „Fraternité“ Letzter wurde – und uns der Schützenmeister zurief: „Die Franzosen konnten ja eh noch nie schießen.“

Mit den Kindern fahren wir danach wohl noch in den Biergarten zur Insel-Mühle in der Von-Kahr-Straße, nicht weit weg von zuhause. Mein Sohn Leonhard (6) kann seit ein paar Wochen Rad fahren, er freut sich jedes Mal, wenn er damit rumkurven darf.

Im Biergarten gibt es für mich auf jeden Fall ein halbes Hendl und eine Brezn. Ich bin nämlich ein Hendl-Freak, esse die eigentlich so gut wie überall. Mich stört nur, wenn die zu früh von der Stange kommen und nicht durch sind.

Wenn die Zeit es zulässt, gehen wir am Sonntag zum Gottesdienst in die Pfarrei Maria Himmelfahrt. An diesem Sonntag aber werfen wir uns alle vier in unsere Werdenfelser Festtracht und fahren zum Gaufest des „Isargau e.V.“ nach Dachau. Hier kann ich einen offiziellen Termin als Trachtenstadtrat mit einem privaten Termin optimal verknüpfen.

Am Sonntagabend gehen wir vielleicht noch zu meinem Stammitaliener nach Allach, in das Ristorante Sicilia in der Eversbuschstraße. Den Wirt dort, Toni Mantrino, kenne ich schon viele Jahre. Als Jugendlicher bin ich erst zu ihm hingeradelt, später dann hingerollt, auf meiner Vespa P80X. Beim Toni kann aber nicht nur vorzügliche Pizzen essen, auch die gemischte Fischplatte ist hervorragend, oder die Pizzabrote, die er mit Sardellen, Öl und Knoblauch serviert.

Stehen sonntags keine Termine an, fahren wir auch mal in die Innenstadt, zum Essen etwa in das in das von Freunden betriebene Restaurant Blauer Bock am Viktualienmarkt oder zum Bummeln in die Schrannenhalle. Seit dem Wechsel an deren Spitze gibt es hier endlich das richtige Angebot, zum Beispiel allerlei Schmankerl zum Naschen. Ich liebe frisches Tartar – fast so sehr wie Hendl.


*Josef Schmid (42) ist CSU-Fraktionschef im Rathaus. 2014 möchte er Oberbürgermeister in München werden.

 

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