Ein Mord zur Fasnet "Tatort: Ich hab im Traum geweinet": So wird der neue Freiburg-Krimi

Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) feixen während der Fasnacht. Foto: SWR/Benoît Linder

In und um Freiburg scheint während der Fasnet ein Ausnahmezustand zu herrschen. Und dann wird auch noch ein Hotelgast erschlagen aufgefunden. Lohnt sich der "Tatort: Ich hab im Traum geweinet" am Sonntag?

 

Zum insgesamt sechsten Mal werden die "Tatort"-Zuschauer nach Freiburg zu den Kommissaren Tobler und Berg alias Eva Löbau (47) und Hans-Jochen Wagner (51) entführt. "Ich hab im Traum geweinet" handelt von der regionalen Besonderheit der alemannischen Fasnet und dem Mord an einem Ehemann, der offenbar kurz zuvor Kontakt zu einer ehemaligen Prostituierten hatte.

Darum geht's

Fasnet im Schwarzwald. Ausnahmezustand, auch für Kommissare. Franziska Tobler und Friedemann Berg lassen sich mitreißen, treiben durch Umzüge und Kneipen. Allerdings werden sie auch an einen Tatort gerufen: Philipp Kiehl, der seine Frau Elena zu einer Schönheits-OP in den Schwarzwald begleitete, liegt erschlagen in seinem Hotelzimmer. Den Abend seines Todes, soviel ist bald klar, verbrachte er mit Romy Schindler.

Romy ist heute Krankenschwester in der Schönheitsklinik, hat einen kleinen Sohn und lebt mit dem Arzt David Hans zusammen. Früher arbeitete sie im Escort und Kiehl war einer ihrer Kunden. Er hatte Romy überredet, ihn im Hotel noch einmal zu treffen. Nur ein ausgelassener Abend, ein spontaner Impuls, beteuert Romy Schindler gegenüber den Kommissaren. Was ihm nichts ausgemacht habe, versichert David Hans. Aber beide sind verdächtig und der Druck auf sie und ihre Beziehung wird immer größer.

Lohnt sich das Einschalten

Nicht wirklich. Es gibt Filme innerhalb der "Tatort"-Reihe, die gefallen einem. Und es gibt Krimis, die mag man weniger. In den allermeisten Fällen haben sie aber eines gemein: Sie sind handwerklich gut gemacht und zielen auf eine bestimmte Zielgruppe ab. In diesem "Tatort" stimmt aber - wenn überhaupt - nur die Hälfte: Der eigentliche Fall ist zwar spannend, intensiv und berührend - auch wenn er nur schwerfällig ins Rollen kommt. Auf der anderen Seite wirken die eigentlichen Ermittler und Protagonisten völlig deplatziert und muten bisweilen seltsam an.

Vor allem das merkwürdige und steife Einbauen der alemannischen Fasnet inklusive gekünstelt wirkender Faschingspartys mit betrunkenen und kopulierenden Kommissaren verstört völlig. Der größte und fast schon einzige Lichtblick: Darja Mahotkin (28) in der Rolle der kaputten Krankenschwester und Ex-Prostituierten Romy Schindler, die ihre Kollegen komplett an die Wand spielt. Sobald die Kommissare ins Bild kommen, wird sich aber jedes Mal ein Kopfschütteln an allen Ecken und Enden breit machen.

 

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