Ein Bayer in Paris Mit dem E-Auto zum Klimagipfel

Twizy-Fahrer Otto Schönbach mit Wolfgang Wittmann, Geschäftsführer der Metropolregion München. Foto: Lisa Marie Albrecht

Otto Schönbach fuhr mit einem Renault Twizy zur Klimakonferenz, um für E-Mobilität zu werben.

 

München – Er ist E-Mobilist mit Leib und Seele: Otto Schönbach, Organisator der Bundestwizy-Treffen, hat mit einem außergewöhnlichen Projekt sein ganz persönliches Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Mit einem eigentlich nur für Kurzstrecken gedachten Elektroauto, dem Renault Twizy, fuhr er – stilecht in Lederhosn – von München bis zur Klimakonferenz im Grand Palais in Paris.

„Mir ist das Thema E-Mobilität sehr wichtig, außerdem habe ich eine Leidenschaft für Twizys und ein gewisses Maß an Wahnsinn. Also habe ich gesagt: Dreieinhalb Tage im Winter, ohne Fenster, mit 80 Kilometern Reichweite – das ist genau mein Ding“, erzählt der Bayer. Unterstützt wurde der E-Pionier vom Verein Metropolregion München, die ihm unter anderem die Dekoration seines ungewöhnlichen Gefährts zur Verfügung stellte: Der Twizy ist in blau-weiß gehalten, passend zur Klimakonferenz zieren ihn außerdem eine deutsche und französische Landesflagge, ein bayerischer Löwe und ein gallischer Hahn.

Schönbach hofft auf mehr Elektro-Auto in München

Mit 21 Ladestopps und vielen herzlichen Begegnungen kam Schönbach schließlich pünktlich in Paris an. „Ich wurde auf meinen Zwischenstopps sehr herzlich aufgenommen, etwa als ich bei einer Elsässer Familie übernachtete. Einer der Söhne stellte mir Bier vors Bett, weil er ja wusste, dass ich aus Bayern komme.“ Auf der Konferenz begegnet er schließlich sogar dem Präsidenten François Hollande, der von seiner Aktion begeistert ist.

Für München hofft Schönbach zum Beispiel, dass die Zahl der Ladesäulen für E-Autos aufgestockt wird. Unterstützung erhält er dabei von Wolfgang Wittmann, Geschäftsführer der Metropolregion München. Er wünscht sich, dass die einzelnen Regionen zusammenarbeiten und Initiativen vernetzt werden. Auch Car-Sharing-Anbieter sollten auf E-Mobilität umsteigen und ihre Reichweite ausbauen. „Mit dem E-Auto kann man mittlerweile bis nach Ingolstadt oder Garmisch fahren“, erklärt er. Und wenn man will, sogar bis nach Paris.

 

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