Eichhörnchen-Massaker Die kleine Hanni hat es nicht geschafft

Das Eichhörnchen-Baby Hanni ist gestorben. Die Tierschützer konnten es nicht mehr retten. Foto: Sigi Müller

Nachdem mehrere Bäume mit Eichhörnchen-Nestern gefällt wurden, versuchten Tierschützer, zwei Hörnchen-Babys zu retten. Eines davon ist jetzt tot

 

Ramersdorf-Perlach - Eine Woche lang haben die Tierfreunde vom Verein „Eichhörnchen Schutz“ um das Leben von Eichhörnchen-Baby Hanni gekämpft, es alle vier Stunden mit einer speziellen Aufzuchtmilch für Katzenkinder gefüttert. Vergeblich. In der Nacht zum Samstag ist das kleine Tier gestorben.

Hanni und ihre Schwester Nanni hatten vergangene Woche traurige Berühmtheit erlangt: Der Baum in einem Hof der Melusinenstraße, in dem sich das Nest der Eichhörnchen-Familie befand, war gefällt worden – obwohl Anwohner die Arbeiter auf das Nest hingewiesen hatten.

Weil dieses Vorgehen gegen das Gesetz verstößt, prüft die Untere Naturschutzbehörde, ob ein Bußgeld fällig wird. Das KVR ist eingeschaltet und heute will Lothar Nogai vom „Eichhörnchen Schutz“ eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen mehrere Polizisten einreichen, weil sie nicht eingegriffen haben.

Die Gewofag, der die Anlage in der Melusinenstraße gehört, hat sich bei den aufgebrachten Mietern entschuldigt. Am Montagabend wollten beide Seiten zu einem Gespräch zusammen kommen.

 

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