Ehemalige Bundesligaprofis des TSV 1860 Neue Sorgen um Olic, Hoffnung bei Aigner

Drei bundesligaerfahrene Löwen (v.l.): Kapitän Stefan Aigner, Ivica Olic und Sebastian Boenisch. Foto: Rauchensteiner, sampics/Augenklick

Stürmer-Oldie Ivica Olic trauert trotz Torpremiere der Sandhausen-Pleite hinterher und plagt sich mit neuerlichen Knieproblemen, auch Neulöwe Boenisch ist erneut angeschlagen. Kapitän Aigner sorgt derweil für Hoffnung: "Ich brenne auf mein Comeback"

 

München - Man möge sich nur vorstellen, das Duell der Löwen beim SV Sandhausen wäre zur Pause abgepfiffen worden. Früher Rückstand? Egal. Oldie Ivica Olic und Youngster Felix Uduokhai wären mit ihren Premierentreffern zu den Männern des Spiels avanciert. Doch es kam anders – und für Olic gibt’s nun ein doppeltes Ärgernis.

Cassalette: "Rauswurf kann nicht immer die Reaktion sein"

„Klar habe ich mich über mein erstes Tor gefreut“, erklärte der 37-Jährige der AZ zu seinem ersten Zweitligator überhaupt, weiß aber: „Es hat ja nichts gebracht. Lieber schieße ich kein Tor und wir gewinnen.“ Seine Sechzger seien allerdings „selbst schuld“ gewesen, dass „wir das nicht geschafft haben“, schimpfte der Angreifer über die gnädige Mithilfe der eigenen Abwehrreihe bei den Gegentreffern, die das 2:3 besiegelten. Soviel zum ersten Ärgernis.

Olic: Wegen Pferdekuss erneute Knieprobleme

Olics zweiter Schmerz, ebenso nach der Pause erlitten, ist physischer Natur: „Ich habe einen Schlag abbekommen, nur ein paar Zentimeter über dem linken Knie – jetzt ist wieder Flüssigkeit drin“, klagte der Routinier. Ein Satz, bei dem die blauen Alarmglocken schrillen dürften: Der Kroate hatte erst kürzlich bekannt, wegen wiederkehrender Knieprobleme womöglich schon im Winter seine Karriere beenden zu müssen.

Selbstredend wolle er das nicht, eine Prognose über die Schwere der neuerlichen Verletzung konnte er aber nicht abgeben: „Ich weiß nicht. Ich weiß nur, dass es wehtut“, sagte er nur und deutete auf ein kleines Köfferchen in seiner Hand. Heißt für den Stürmer: Spritzen, Knie pflegen und hoffen, dass es schneller heilt als Anfang Oktober: Damals musste er drei Spiele pausieren. Und es heißt für Trainer Kosta Runjaic: neue Sorgen um Olic! Immerhin, so Olic, „habe ich nun etwas Zeit, um das in den Griff zu kriegen“.

Neulöwe Boenisch pausiert

Während Filip Stojkovic, Stefan Mugosa, Fanol Perdedaj, Milos Degenek und Junglöwe Florian Neuhaus auf Länderspielreisen gingen, bleiben dem Angreifer zwei Wochen, um wieder fit zu werden. Beim Benefizspiel am Donnerstag gegen Bundesligist FC Ingolstadt (18.30 Uhr, Fürstenfeldbruck), das Runjaic als „guten Test unter Wettkampfbedingungen“ bezeichnete, dürfte der Angreifer somit nicht dabei sein.

Neben Olic fehlte am Dienstag allerdings auch ein Profi im Training, der gegen den FCI weiter herangeführt werden sollte: Sebastian Boenisch. Ob dem zuletzt vertragslosen Neulöwen das Sieben-Minuten-Debüt in Sandhausen noch in den Knochen steckt? Nur eine Vorsichtsmaßnahme, teilten die Löwen auf AZ-Nachfrage mit. Am Donnerstag wird sich zeigen, wie hartnäckig die Blessur diesmal ist: Schon nach seiner Verpflichtung hatte der geplante Soforthelfer nach Vereinsangaben eine leichte Muskelverletzung erlitten – und drei Spiele verpasst.

Aigner: "Ich brenne auf mein Comeback"

Der Kapitän sorgt derweil für einen Hoffnungsschimmer: Stefan Aigner wird am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. „Ich muss zwar noch sehen, wie das Knie reagiert, aber ich habe ein gutes Gefühl“, sagte Aigner der AZ und erklärte: „Ich werde heute und morgen Teile mitmachen, danach weiter steigern.“
Sein Plan, im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (21. November) auf dem Platz zu stehen, steht: „Da müssen wir alle miteinander zusehen, wieder in die Spur zu kommen. Es ist mir sehr schwergefallen, immer nur zuschauen zu können. Ich brenne auf mein Comeback.“    

 

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