EHC Red Bull München NHL-Stars beim EHC: "Andere Dimension, andere Sphäre"

Zurück nach Hause: die NHL-Stars Blake Wheeler (l.) und Paul Stastny. Foto: sampics/AK

Die NHL-Stars Wheeler und Stastny überragen beim EHC. Aber: „Wir sind noch nicht in Topform”

 

München - Es gibt Versprechen, die kann man fast nur als Drohung verstehen. Das, was die NHL-Superstars Blake Wheeler (Winnipeg Jets) und Paul Stastny (Colorado Avalanche), das neue Zauber-Duo beim EHC Red Bull München, beim 5:0-Triumph über Erzrivale Augsburg, abgeliefert haben, war schon beeindruckend genug. Doch die Worte, die sie danach fanden, müssen für die Konkurrenz fürchterlich klingen. „Wir sind noch lange nicht in Topform”, sagte Stastny, der ebenso wie Wheler aufgrund des Lockouts in der NHL acht Monate lange keine echte Partie bestritten hatte. „Gegen Augsburg hätte jeder von uns drei, vier Tore machen können, vielleicht sogar müssen”, sagte Wheeler, der auch noch zum „Mann des Spiels” gewählt wurde, „wir werden unsere Chancen auch bald nutzen. Wenn man so lange nicht gespielt hat, verliert man ein bisschen den Torriecher. Aber wir sind auf einem guten Weg. Wir werden jeden Tag besser.”

Wie gut sie schon sind, bewiesen sie am Sonntag. Wann immer das Zauber-Duo (zusammen mit Sturmpartner Martin Buchwieser) auf dem Eis stand, setzten sie sich im gegnerischen Drittel fest. Es sah aus, als wäre der EHC in Überzahl – dabei standen je fünf Feldspieler auf dem Eis. Wheeler und Stastny erzielten je einen Treffer, Wheeler bereitet zudem das Tor von Buchwieser vor. „Die Jungs sind in Form, aber noch nicht in absoluter Eishockeyform. Die haben Luft nach oben”, sagte EHC-Rekordtorjäger Mike Kompon, „ich kann nur allen sagen: Kommt ins Stadion, genießt jede Sekunde. So was wird es hier so schnell nicht wieder geben. Wheeler und Stastny sind eine Macht, aber wartet erst ab, bis die ihr volles Potenzial abrufen. Dann geht die Sonne im Stadion auf. Das sind keine NHL-Spieler, sondern NHL-Superstars.”

Auch Stadionsprecher Stefan Schneider konnte seine Verzückung nicht verbergen. Er, der dem Münchner Eishockey seit 20 Jahren seine Stimme leiht, meinte: „Was die beiden bieten, ist das beste Eishockey, das je in dieser Halle gespielt wurde. Da kann kein Hedos, da können keine Barons mithalten. Wheeler und Stastny sind eine andere Dimension, die schweben in einer anderen Sphäre.”
Wenn man den Worten des Zauber-Duos glauben darf, war das erst Hausmannskost, die Kaviar-Kür soll noch kommen. 

 

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