EHC Red Bull München Münchens Millionentruppe unterliegt Aufsteiger Schwenningen

Schwenningens Nicholas Petersen verwandelt den entscheidenden Penalty gegen EHC-Keeper Jochen Reimer. Der EHC verlor 5:6 nach Penaltyschießen. Foto: Rauchensteiner/AK

 Der EHC Red Bull München verliert mit 5:6 nach Penaltyschießen. Das Team von Pierre Pagé war schon 2:5 hintengelegen.

 

München - Eines steht nach sechs Spielen fest: langweilig wird es beim EHC Red Bull München nie. 2:5 waren die Münchner nach einer teils indiskutablen Leistung schon zurückgelegen, ehe die Millionentruppe durch Nick Palmieri, Daniel Sparre und Yannic Seidenberg (36 Sekunden vor Schluss!) noch das 5:5 schaffte. Wieder Seidenberg, der schon beim 4:3-Sieg am Feitag in Straubing 33 Sekunden vor Schluss den Ausgleich erzielt hatte. Wie schon  bei den Tigers musste das Penatlyschießen entscheiden. Diesmal mit dem schlechteren Ende für München.

Schwenningen siegte mit 6:5 nach Penaltschießen.

Für Extra-Spannung hatte Neu-Trainer Pierre Pagé gesorgt. Er verzichtetete gegen Aufsteiger Schwenningen anfangs auf die Dienste von Stammkeeper und Nationaltorwart Jochen Reimer, der beim glücklichen – aber verdienten – 4:3-Sieg nach Penaltyschießen bei den Straubing Tigers noch der Matchwinner war. Stattdessen stellte er den erst 17-jährigen Kevin Reich zwischen die Pfosten. Dessen saubere DEL-Weste dauerte genau 34 Sekunden, dann hatte Nicholas Petersen zum 1:0 getroffen. 17 Sekunden später der Ausgleich durch Alt-EHCler Uli Maurer. Der hatte anscheinend soviel Spaß an Torjubel, dass er in der 4. Minute sich vor nur 2450 Zuschauern als Wiederholungstäter gerierte – 2:1. Doch Philipp Schlager düpierte Reich in der 5. Minute zum 2:2. Pagé hatte genug gesehen, er wechselte Reimer ein. Besser wurde es aber nicht. Im Gegenteil! Tyler Beechey in Überzahl zu 3:2 des Aufsteigers gegen den Liga.Krösus (14.) - und Nicholas Johnson schoss sogar das 4:2 (18). 20 Minuten, in denen der EHC, der laut Pagé ja das Ziel hat, um die Meisterschaft mitzuspielen, ziemlich entzaubert wurde.

Neues Drittel, neues Glück? Von wegen! Der als Goalgetter geholte Darren Haydar traf erst das gegnerische Tor nicht, vertändelte dann fahrlässig den Puck. Daniel Hacker bedankte sich vor den Augen von Ex-EHC-Coach und Jetzt-Bundestrainer Pat Cortina, der von den Fans mit Sprechchören gefeiert wurde,  auf seine Weise – 5:2 (26.)!

Ex-NHLer Nick Palmieri verkürzte auf 3:5 (38.). Da gab es erste Pfiffe für die Millionarios des EHC. Im letzten Drittel verkürzte Daniel Sparre auf 4:5 (44.).

Es folgten gute Münchner Chancen. Und 36 Sekunden vor Schluss war es der Last-Second-Goalgetter Yannic Seidenberg, der in Straubing 33 Sekunden vor Schluss das 3:3 erzielt hatte, der wieder den erlösenden Ausgleich erzielte – 5:5! Doch im Penaltyschießen scheiterten Haydar, Alex Barta und Ryan Duncan allesamt,  Nicholas Petersen verwandelte für die Gäste. "Der Frust sitzt tief", sagte Nationalstürmer Seidenberg, "wir haben einfach zu viele Scheibenverluste."

 

 

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