EHC Red Bull München Jason Jaffray verlängert seinen Vertrag

Bleibt in München beim EHC: Toptorjäger Jason Jaffray. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der beste Torschütze des EHC Red Bull München verlängert seinen Vertrag. „Bisher ein einziger Glücksfall!“

 

München - Begierde: auf Genuss und Befriedigung, auf Erfüllung eines Wunsches, auf Besitz gerichtetes, leidenschaftliches Verlangen. So definiert es der Duden. Jason Jaffray, der Toptorjäger des EHC Red Bull München, war das Objekt der Begierde in der gesamten Liga und nicht nur dort. Die Kunde vom Münchner Stürmer, der in den ersten acht Partien jeweils ein Tor erzielt und damit den 20 Jahre alten DEL-Rekord von Robert Reichel gebrochen hatte, hat europaweit die Kunde gemacht. Dementsprechend deutlich, dementsprechend lukrativ die Avancen, die an den 34-Jährigen, der zu dieser Saison aus der nordamerikanischen Liga AHL von den St. John’s IceCaps nach München gewechselt wurde, herangetragen wurden.

Alles umsonst! Denn es heißt hiergeblieben für Jaffray, der mit 19 Toren der beste EHC-Goalgetter ist und mit 32 Punkten (19 Treffer, 13 Vorlagen) auf Platz zwei hinter Keith Aucoin in der Münchner Bestenliste rangiert. Jaffray wird – wie die AZ exklusiv aus seinem familiären Umfeld erfahren hat – seinen Vertrag bei den Red Bulls verlängern, Manager Christian Winkler und Coach Don Jackson haben Jaffray vom Verbleib überzeugen können! Der Stürmer hat sich mit seiner Familie in München so gut eingelebt, dass er seiner Frau Michelle und den zwei Kindern, Sohn Jaxon und Tochter Kennedy, keinen weiteren Umzug zumuten will. „Es ist kein Geheimnis, dass wir uns in dieser Stadt sehr wohl fühlen, dass wir die Lebensqualität hier sehr genießen. Ich als Spieler, wir als Familie fühlen uns in München extrem wohl“, hatte er kürzlich der AZ gesagt, „ich hoffe, dass wir noch lange, lange hierbleiben können. Es ist ein sehr guter Platz, um Kinder großzuziehen.“

Zu dieser Saison hatte Jaffray erstmals in seiner langen, erfolgreichen Karriere Nordamerika verlassen. „Wir haben uns damals die Entscheidung als Familie nicht leicht gemacht. Denn man weiß nie, was auf einen zukommt, wenn man in ein fremdes Land geht, wenn man die Sprache nicht spricht, wenn man nicht weiß, wie man sich in der Stadt, mit den Leuten zurechtfinden wird. Aber München war für uns bisher ein einziger Glücksfall“, sagte Jaffray.

Seine Frau, eine Gymnastics-Trainerin, hilft etwa im Kunstturn-Verein der Tochter aus. „Sie hat sich in den Kopf gesetzt, professionelle Kunstturnerin zu werden. Ich muss zugeben, ich kann teilweise kaum zuschauen, wenn sie ihre Kunststücke vorführt“, sagte Jaffray, „etwa auf dem Schwebebalken. Ich könnte da nicht mal unfallfrei drüber gehen, sie macht einen Salto rückwärts und steht danach auf dem schmalen Teil.“

Und so bleiben die Jaffrays in München, was längst die zweite Heimat geworden ist. Und nicht nur Jaffray weiß, was er an München hat, hier wissen sie auch, was sie an dem Routinier haben. „Jason ist ein großartiger Kerl, der seinen Beruf mit einer unglaublichen Intensität und Emotionalität ausübt“, sagte Trainer Don Jackson der AZ, „er reißt die anderen Spieler mit, ist ein echtes Vorbild. Auf dem Eis, aber auch außerhalb. Er ist für jeden immer ansprechbar, gibt den jungen Spielern Tipps und macht sie dadurch noch besser.“ Und das wird er nun auch weitermachen.    

 

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