EHC Red Bull München Frank Mauer: Torjäger, Mahner und Retter in der EHC-Not

Fünf Tore in drei Playoff-Spielen: Frank Mauer. Foto: Rauchensteiner/AK

Frank Mauer vom EHC Red Bull München überragt im Playoff-Viertelfinale gegen Bremerhaven. "Er ist sehr wichtig für uns", sagt Mitspieler Yannic Seidenberg.

München - Für die gute Laune und so manch ausgerissenen Ärmel bei Meisterfeiern war Frank Mauer beim EHC Red Bull München schon immer zuständig. Sein ansteckendes Lächeln verschwindet nur selten aus seinem Gesicht. Doch der Stürmer, der mit der deutschen Nationalmannschaft so sensationell die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang geholt hat, ist jetzt noch so viel mehr.

Der 29-Jährige ist Serientäter in Sachen Toreschießen, er ist der Retter in der EHC-Not, er ist Antreiber und Mahner. Nach dem zweiten Drittel des dritten Viertelfinalspiels des EHC gegen den krassen Außenseiter Pinguins Bremerhaven lag der Double-Meister nach einer erschreckenden Vorstellung 1:2 zurück.

Kritische Worte von Frank Mauer

Mauer redete Tacheles. "Wir sind immer einen Schritt zu spät und erarbeiten uns kaum Torchancen. Es liegt an uns, wir sind einfach nicht konzentriert genug. So können wir nicht auftreten", echauffierte er sich. Worte wie Watschn für die Kollegen. "Wir haben zwar nicht gehört, was der Franky im Fernsehen gesagt hat, aber recht hatte er", sagte Nationalverteidiger Yannic Seidenberg, vor Spiel vier am Mittwoch (19.30 Uhr) in Bremerhaven "Mauer ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Nicht nur wegen seiner Tore."

Fünf Mal hat Mauer in diesen Playoffs bisher getroffen. Bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung tat er sich als Doppeltorschütze hervor, beim 6:3 in Partie zwei steuerte er einen Treffer bei, in Partie drei, die dem EHC die 2:1-Führung in der Best-of-seven-Serie bescherte, ließ er beim 5:2 wieder einen Doppelpack folgen.

EHC-Trainer Don Jackson lobt Frank Mauer

Der gebürtige Heidelberger, der in den letzten drei Spielzeiten jeweils am Ende jubelnd den Meisterpokal in die Höhe stemmen durfte (erst mit den Adlern Mannheim, dann zwei Mal mit München) ist ein ausgezeichneter Techniker, der aber auch weiß, wo das Tor steht. Und wenn er seinen Turbo zündet, gibt es nicht wenige Spieler in der DEL, die nur seine Kufen sehen. Mit Dominik Kahun und Mads Christensen bildete er die mit Abstand stärkste Münchner Sturmreihe. "Wir brauchen unsere Geschwindigkeit im Spiel", sagte Coach Don Jackson, "Mauer gehört zu den Spielern, die genau diese Geschwindigkeit einbringen. Es haben zwar noch alle bei uns Luft nach oben, aber sein Spiel, seine Tore haben uns bisher sehr geholfen. Er entwickelt sich hier stetig weiter."

Als Spieler, aber auch als Mensch. Seine Hochzeit und die Geburt seiner Tochter waren Mauers Reifeprüfung. "Es verändert sich wirklich das ganze Leben. Die Prioritäten verschieben sich. Jedes Lachen des Kindes ist ein Geschenk, bei dem das Herz aufgeht. Man wird auch gleich erwachsener", sagte Mauer und fügte lachend hinzu: "Wir haben jetzt ein anderes Kind im Haus."

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. null