EHC-Profi schwer verletzt Konrad Abeltshauser: Der tragische Eishockeyheld

Schwer verletzt: EHC-Star Konrad Abeltshauser. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

EHC-Ass Konrad Abeltshauser verletzt sich gegen die Eisbären schwer. Auch wenn die endgültige Diagnose noch aussteht - die Saison ist für den 26-Jährigen wohl beendet.

 

München - Koni Abeltshauser lag auf der Trage im Behandlungsraum in den Katakomben des Olympia-Eisstadions. Die Teamärzte des EHC Red Bull München untersuchten mit sorgenvollen Gesichtern das rechte Knie des Nationalverteidigers. Im Fernseher lief das Spiel seiner Red Bulls gegen die Eisbären Berlin.

Was Abeltshauser da zu sehen bekam, war auch nicht gerade ein Trostpflaster – seine Kameraden verloren Spiel fünf mit 0:3, in der Serie steht es nur noch 3:2. Am Montag wurde Abeltshausers Knie den ganzen Tag im Krankenhaus untersucht – Röntgen, MRT. Bis zum Abend gab es keine endgültige Diagnose, doch alles andere als das Saisonende für den 26-Jährigen wäre ein medizinisches Wunder.

Mitchell: "Sheppard wird sicher nicht mein liebster Berliner Spieler"

"Wir müssen den Befund abwarten, aber es sieht nicht gut aus", sagte Trainer Don Jackson nach dem Spiel. 147 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels hatte sich Berlins Eisrüpel James Sheppard bei Abeltshauser eingehakt, der 30-Jährige ließ auch nicht los, als beide zum eisigen Boden gingen, dabei fiel er mit seinen 103 Kilo auf das Bein von Abeltshauser, der vor Schmerzen schreiend liegenblieb.

Erst nach mehreren Behandlungsminuten konnte er gestützt das Eis verlassen, belastbar war das Bein aber nicht. Vorwürfe gegen Sheppard wollte EHC-Stürmer John Mitchell aber direkt nach dem Spiel nicht erheben. "Ich habe die Szene nicht genau gesehen. Sheppard wird sicher nicht mein liebster Berliner Spieler, aber es gibt dort gar keinen, der mir im Moment sympathisch ist. Wir kämpfen gegeneinander um den Einzug ins Halbfinale", sagte der 35-Jährige, "ich spiele nicht Eishockey, um neue Freunde zu finden. Wir können, wenn die Serie vorüber ist, gerne miteinander reden – und wenn einer dann darauf keine Lust hast, ist es mir auch sowas von scheißegal."

Abeltshauser, der bisher so starke Playoffs spielte, könnte erneut zum tragischen Helden werden. Schon in der Meistersaison 2015/2016 hatte er die Finalserie mit einer Knieverletzung verpasst.

 

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