EHC München Peppi Heiß – eine Legende in Peiting

Der Einflüsterer: Ex-Nationaltorhüter Peppi Heiß, zuletzt Co- und Torwarttrainer beim EHC München, wird Chefcoach beim EC Peiting. Foto: Roth/Augenklick

Ex-Nationaltorhüter Peppi Heiß (48), zuletzt in München Assistent von EHC-Trainer Cortina, wird elbst Chefcoach. Heute wird der Garmischer beim ambitionierten Oberligisten EC Peiting vorgestellt.

 

München - Peppi Heiß war einer der Stars im deutschen Eishockey. Seinen Namen nennt man in einem Atemzug mit Granden wie Erich Kühnhackl, Franz Reindl oder Didi Hegen. Der Weltklasse-Torwart nahm zwischen 1990 und 1998 an allen neun Weltmeisterschaften teil, bestritt drei Olympische Spiele für die Nationalmannschaft. Den Großteil seiner Karriere, 13 Jahre, verbrachte er im Tor der Kölner Haie.

Bei den Rheinländern genießt er noch heute Kultstatus, er ist eine Klub-Legende. Ein überdimensionales Banner hängt unter dem Hallendach, die Nummer Eins wird nicht mehr vergeben – alles zu Ehren von Peppi Heiß. Seine Erfolgsgeschichte ging auch nach der aktiven Karriere weiter.

Vor drei Jahren wechselte der gebürtige Garmischer als Co-Trainer zum EHC München. Dort schaffte er als Assistent von Pat Cortina den Aufstieg in die DEL und eine furiose erste Saison, an deren Ende die Playoff-Teilnahme stand. In diesem Jahr allerdings gab es einen Rückschlag im drei Jahres-Plan der Bosse, der vorsah sich in diesem Jahr zumindest für die Pre-Playoffs zu qualifizieren. Der EHC plant den Umbruch in der Mannschaft – was macht Heiß? Er hat neue Karriereziele.

Wie die AZ erfuhr, wird der gebürtige Garmischer heute um 17 Uhr als Chefcoach beim Oberligisten EC Peiting vorgestellt. Ein harter Schlag für den EHC, schließlich gilt Heiß als der besten Torwart-Trainer der Liga. Doch der 48-jährige hat genug von der Großstadt, er wird künftig im 11000-Einwohner-Ort nahe Schongau, von seiner Garmischer Heimat schnell erreichbar, arbeiten. Zwar in der dritten Eishockeyliga, aber eben als Head-Coach.

Vom zweiten Mann zum Chef – über den Umweg Kleinverein. Der Trainer Peppi Heiß nimmt die harte Tour. Doch wenigstens die Perspektive stimmt: In den letzten vier Jahren war das Team in der Hauptrunde nie schlechter als Platz vier, zweimal stand der ECP sogar ganz oben. Nur zum Aufstieg in die zweite Liga reichte es nie. Das soll nun mit Heiß klappen.

Mithelfen will dabei auch der EHC: Geplant ist eine Kooperation, bei der junge Talente beim Oberligisten an die DEL herangeführt werden sollen. Bestes Beispiel: Andreas Pauli. Der 18-jährige soll in der kommenden Saison als 13. Stürmer im EHC-Kader stehen und in der Oberliga Spielpraxis sammeln. Derzeit sind die Nachwuchs-Spieler mit der so genannten Förderlizenz über ganz Bayern verstreut. Die Kräfte sollen nun zentral, am Besten in Peiting, gebündelt werden. Heiß soll dabei eine zentrale Rolle spielen: Als Trainer und Bindeglied soll er den Nachwuchs für den EHC ausbilden.

Vermittelt hat die neue Partnerschaft Manager Christian Winkler, der als Spieler und Sportdirektor in Peiting aktiv war. Danach wechselte er zum EHC und führte den Eishockeyclub in die DEL. Dass man beim EC Peiting zu einer großen Nummer werden kann, will ab Herbst auch Peppi Heiß beweisen – als Eishockey-Legende auf dem Land

 

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