EHC München Jochers Liebe zu Ravensburg

Markus Jocher, der Stand-by-Profi des EHC München. Foto: Petra Schramek

Der Standby-Profi des EHC, liiert mit einer Schwäbin, schimpft über Intimfeind Lukas Slavetinsky.

 

MÜNCHEN Das Halbfinal-Duell des EHC München gegen die Ravensburg Tower Stars, das am Mittwoch (20 Uhr, Olympia-Eishalle) sorgt im Hause Jocher für ungewohnte Brisanz. Denn Raubein Markus Jocher, der Standby-Profi des EHC, der einspringen würde, wenn sich ein Stammspieler verletzt, ist mit Anna Deutschmann, einer waschechten Ravensburgerin zusammen. „Da wird gar nicht drüber diskutiert, für wen das Herz schlägt. Meine Frau, die hält zu dem Verein, bei dem ich spiel’“, sagt Jocher lachend zur AZ, „wenn ich mal nicht daheim bin, dann kann sie vielleicht heimlich an Ravensburg denken, aber auch nur dann.“

Vor den Ravensburgern hat Jocher aber großen Respekt. „Das ist schon ein ganz anderes Kaliber als Weißwasser im Viertelfinale, sagt der 31-Jährige, „ich denke, der Sieg geht an den, der körperbetonter spielt – und das werden wir sein.“

Apropos Respekt. Für einen Spieler der Oberschwaben hat Jocher sehr vieles übrig, aber sicher keinen Respekt. Sein Name: Lukas Slavetinsky, der Verteidiger mit der Siegfried-Frisur. „Ich hatte in meiner Karriere immer eine Rote Liste von Spielern, die ich besonders aufgeschrieben hatte. Der Slavetinsky mit seiner vorlauten Fresse, der war immer unter den Top 3 bei mir“, sagte Jocher, der in seiner Zeit in Erding in einer Mannschaft mit dem jetzigen Ravensburger spielte.

„Der ist einer von den Hunden, die immer ganz besonders laut bellen, aber gebissen hat der noch nie einen. Aber ich würde den gerne mal richtig beißen. Der spielt fies und macht dauernd Schwalben und kriecht dann angeblich schwerverletzt zur Bank, um eine Strafe zu schinden“, redet sich Jocher in Rage: „Er ist überhaupt keiner – außer mit seinem Mund. Da ist er der Größte. Dem würde ich gerne mal eine Gescheite aufstreichen, dass er danach wirklich wie ein Hund zur Bank kriechen kann. Der provoziert doch nur, aber wenn es ernst wird, dann zieht er den Schwanz ein und versteckt sich dann hinterm Schiedsrichter. Den mog i gar ned!“

Matthias Kerber

 

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