EHC München Fünf für Krupp

Kennen sich seit 2005: EHC-Coach Pat Cortina und Bundestrainer Uwe Krupp Foto: Julian Galinski

Bundestrainer Uwe Krupp hat die jungen deutschen Spieler des DEL-Aufsteigers im Visier und lobt: „München ist wichtig fürs deutsche Eishockey“

 

MÜNCHEN 2005 haben sie sich zum ersten Mal getroffen, EHC-Trainer Pat Cortina und Bundestrainer Uwe Krupp. „Wir haben in Budapest ein paar Tests absolviert“, sagt Krupp, „seitdem sind wir Freunde.“ Am Sonntag, beim 5:3 des EHC gegen Iserlohn, hat Krupp den Kanadier bei seiner Heimpremiere als DEL-Trainer besucht. Und festgestellt: „Der EHC ist wichtig für das deutsche Eishockey und der Standort München ist einer der besten in Deutschland.“ Attraktiv ist für Krupp auch die Mannschaft des EHC: „Die ehemaligen Nachwuchsnationalspieler Christian Wichert, Martin Buchwieser, Martin Schymainski und Ulrich Maurer sowie Felix Petermann aus dem erweiterten Kader sind interessant“, sagt der Bundestrainer. In der AZ erklärt EHC-Coach Cortina, wo die Stärken seiner jungen Deutschen liegen – und woran sie noch arbeiten müssen:

Felix Petermann: Der ehemalige Mannheimer ist aufgrund seiner physischen Spielweise gefürchtet. „Er geht immer ans Limit“, sagt Cortina, „kein gegnerischer Stürmer spielt gerne gegen ihn.“ Die Offensive liegt ihm weniger. „Er versucht oft, zu viele Dinge gleichzeitig zu machen“, sagt Cortina. Bei Puckbesitz müsse Petermann noch ruhiger werden.

Christian Wichert: „Er ist ein sehr guter Schlittschuhläufer.“ Cortina setzt auf den gebürtigen Münchner Wichert in seiner vierten Reihe, die er „Energie-Reihe“ nennt. „Er ist ein kluger Spieler“, sagt der EHC-Coach, „aber er muss noch stärker werden. Daran arbeitet er im Kraftraum.“

Martin Buchwieser: „Auch Buchwieser spielt in der vierten Reihe, er ist derjenige, der dem Gegner weh tut und dafür vom Publikum geliebt wird. Er fährt jeden seiner Checks zu Ende“, sagt Cortina. Buchwiesers Schwachpunkt ist noch das Selbstvertrauen. Cortina: „Er muss sich mehr zutrauen. Wenn ältere Spieler auf dem Eis sind, gibt er zu oft den Puck ab – auch wenn er schießen könnte.“

Martin Schymainski: Der 1,71 Meter große Schymainski komplettiert die Reihe mit Wichert und Buchwieser. „Er ist kräftig und ein echter Scorer-Typ“, sagt Cortina. Schymainski suche den Abschluss und treffe regelmäßig. Aber: „Er vernachlässigt seine Verteidigung noch zu sehr.“

Ulrich Maurer: „Bisher spielt er fantastisch“, sagt Cortina, „er wird unsere Offensive bereichern.“ Maurer hat seinen Trainer voll überzeugt. Dessen einzige Sorge: „Er muss das Niveau aufrecht erhalten und darf nicht nachlassen.“

Julian Galinski

 

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