EHC München „Die DEL dürfte froh sein, uns zu haben“

Am Sonntag tritt der EHC in Garmisch an. Ein Derby, das gewonnen werden soll - fordert EHC-Präsident Jürgen Bochanski. Foto: sampics/Augenklick

Präsident Jürgen Bochanski über die Sensation: „Unfassbar, gigantisch, unglaublich!“

 

AZ: Herr Bochanski, der EHC ist Tabellenführer, aber Sie waren bei Erfolgen etwa in Nürnberg oder gegen Meister Hannover nicht live dabei. Warum eigentlich nicht?

JÜRGEN BOCHANSKI: Ich war für mein Unternehmen auf einer ganz wichtigen Geschäftsreise in Asien unterwegs. Eigentlich sollte ich zum Hannover-Spiel wieder da sein, aber mein Flieger hatte leider vier Stunden Verspätung. Aber ich habe die frohe Kunde gleich erfahren, als ich noch am Gepäckband stand. Manager Christian Winkler und Trainer Pat Cortina haben mich angerufen und mir die unglaubliche Kunde von der Eroberung der Tabellenführung überbracht. Seit dem komme ich aus dem Grinsen nicht mehr raus.

Haben Sie eine Erklärung für diesen Erfolg?

Ich denke, wir haben einfach die richtigen Leute in der richtigen Funktion am richtigen Ort. Wir haben in den letzten Jahren sehr viel und hart gearbeitet, dies waren alles Investitionen in die Zukunft. Manager Winkler hat bei der Zusammenstellung des Kaders sein Händchen bewiesen – und welch ein herausragender Trainer Cortina ist, wissen nicht nur wir. Zum Glück gefällt es ihm hier so gut, dass wir uns erstmal keine Sorgen machen müssen, dass andere Vereine ihn abwerben können. Was hier im Moment abläuft, ist unfassbar, gigantisch, unglaublich. Es ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber wir sind vom ersten Tabellenplatz in der 2. Liga auf den ersten Platz in der DEL hochgeschossen. Und wenn man das nach 13. Spieltagen erreicht, hat das auch nichts mit Zufall zu tun. Das ist schon ein Erfolg, den man sich auch verdient hat.

Nach all den Querelen vor der Saison um die Lizenzerteilung für den EHC dürfte der jetzige Erfolg für Sie noch umso süßer sein.

(lacht) Ich denke, die DEL dürfte mittlerweile froh sein, uns zu haben. Wir haben für gehörig frischen Wind gesorgt. Wir spüren die Anerkennung, die uns entgegenschlägt. Was mich aber mit am meisten freut, ist, wie die Spieler, auf die wir seit langem setzen, eingeschlagen haben. Nehmen Sie den Martin Buchwieser, der ist ja fast ein Eigengewächs, den haben sie in Garmisch nicht haben wollen und bei uns spielt der Junge sensationell auf. Da geht einem das Herz auf.

Interview: Matthias Kerber

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