EHC München Buchwieser: Lob für eine Prügelei

Klarer Punktesieger: EHC-Stürmer Martin Buchwieser verprügelt Ravensburgs Lukas Slavetinsky. Foto: BSE

Sogar EHC-Chefcoach Pat Cortina sagt: „Das war ein Zeichen, dass wir uns nichts gefallen lassen.“

 

RAVENSBURG Ein Mann musste nach dem 2:0 des EHC in vierten Halbfinalspiel gegen Ravensburg eine Ehrenrunde vor den Münchner Fans drehen.

Nicht Kapitän Chris Bahen, der das erlösende 1:0 erzielt hatte, nicht Keeper Sebastian Elwing, der an diesem Abend nicht zu bezwingen war. Nein, es war Martin Buchwieser. Der hatte sich Ende des zweiten Abschnitts Ravensburgs Kapitän Lukas Slavetinsky zur Brust genommen und so richtig vermöbelt. Eine Undiszipliniertheit? Nun ja, sogar Coach Pat Cortina war von Buchwiesers Aktion angetan: „Es war ein Zeichen, dass wir uns nichts gefallen lassen. Martin hat der Mannschaft auch nicht durch eine Strafe geschadet, sondern ihr so geholfen.“

Und wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen. Slavetinsky, einer der unbeliebtesten Spieler der Liga, wurde danach im Kabinengang richtig verhöhnt. „Das war unser Küken, unser Jüngster, der dich vermöbelt hat“, riefen die EHC-Spieler dem Verteidiger zu.

Für die Prügeleinlage gab es zudem ein Extra-Lob von Raubein Markus Jocher, dem Standby-Profi des EHC, der eine Abneigung gegen Slavetinsky hegt. „Da hat sich das ganze Training mit dem Martel gelohnt“, sagte Jocher, „normalerweise muss der Schüler dem Lehrer ein Bier ausgeben, hier machen wir es andersrum.“ Auch EHC-Kapitän Andreas Raubal stimmte in die Lobes-Arie für Buchwieser, der seit mehreren Monaten mit Thaibox-Weltmeister Besim Kabashi Kampfsport trainiert, ein: „Der Slava, das ist ein linker, fieser, feiger Spieler, einer, der immer provoziert. Aber wenn’s darauf ankommt, dann versteckt er sich hinter drei großen Spielern. Oder hinter dem Trainer. Gut gemacht, Martel!“

Matthias Kerber

 

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