Effizienter als Lewandowski Obacht, FC Bayern! Dieser Düsseldorf-Profi ist brandgefährlich

, aktualisiert am 22.11.2019 - 13:48 Uhr
Düsseldorfs Rouwen Hennings (l.) befindet sich derzeit in bestechender Form. Foto: firo/Augenklick

Nach der Länderspielpause trifft der FC Bayern am Samstag auf Fortuna Düsseldorf. Auf einen Düsseldorfer müssen die Münchner besonders aufpassen: Routinier Rouwen Hennings befindet sich derzeit in der Form seines Lebens. 

 

München - Vor fast genau einem Jahr, ebenfalls am 12. Spieltag, traf Fortuna Düsseldorf auf den FC Bayern und sorgte mit einem 3:3 in der Allianz Arena für eine faustdicke Überraschung. Dodi Lukebakio erzielte damals alle drei Treffer für die Fortuna – der Belgier läuft mittlerweile, zum Glück für die Münchner, für Hertha BSC auf.

Doch Vorsicht: Wenn der FC Bayern am Samstag (15.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) beim Tabellendreizehnten in der Merkur Spiel-Arena gastiert, könnte erneut ein Düsseldorfer zum Schreckgespenst des Rekordmeisters werden: Denn Düsseldorf-Stürmer Rouwen Hennings ist derzeit in bärenstarker Verfassung.

Platz drei in der Torjägerliste

Mit neun Treffern liegt der 32-jährige Angreifer aktuell hinter Robert Lewandowski (16 Treffer) und Timo Werner (9 Treffer) auf Platz drei der Torjägerliste. "Ja, ich bin wirklich in der Form meines Lebens! Einen so guten Schnitt hatte ich noch nie. Ich fühle mich super. Mir tut nichts weh, ich freue mich auf die Spiele und hoffe, dass es anhält", sagte Hennings im Interview mit der "Sport Bild".

Der Schleswig-Holsteiner, der Mitte Oktober seinen Vertrag bei der Fortuna um ein Jahr mit der Option auf zwei weitere verlängert hat, ist mit 60 Prozent aller Düsseldorfer Treffer die Lebensversicherung im Team von Trainer Friedhelm Funkel –Lewandowski kommt hier im Vergleich "nur" auf einen Wert von 55,2 Prozent. Erst vor der Länderspielpause erzielte Hennings beim 3:3 auf Schalke einen Dreierpack. "Rouwen trifft zurzeit, wie er will. Er strotz vor Selbstvertrauen", merkte Funkel nach der Partie bei "Sky" begeisternd an. 

Effizienter als Lewandowski

Und auch in einer weiteren Statistik übertrumpft Hennings den Bayern-Stürmer: Während Lewandowski eine Chancenverwertung von knapp 31 Prozent hat, weist der Düsseldorfer eine beeindruckende Quote von mehr als 34 Prozent auf.

Der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler will aber von einem Vergleich mit Lewandowski, den er für den besten Stürmer der Bundesliga hält, nichts wissen. Er selbst sei mit dem Kapitän der polnischen Nationalmannschaft nicht auf einer Ebene. "Lewandowski bringt über Jahre schon solche Topleistungen. Bei mir ist es eine Phase", erklärte Hennings gegenüber der "Sportschau".

Torschützenkönig in der 2. Liga

Und in der Tat lief es beim in Bad Oldesloe geborenen Angreifer nicht immer rund. Die Jugend verbrachte Hennings beim Hamburger SV, bei den Profis konnte er sich aber nicht behaupten. Auch bei den folgenden Stationen VfL Osnabrück und FC St. Pauli schaffte Hennings nie wirklich den Durchbruch. Beim Karlsruher SC, die er in der Saison 2014/15 als Torschützenkönig in die Relegation zur 1. Liga schoss, machte der Stürmer erstmals im Profigeschäft so richtig auf sich aufmerksam.

Nach einer enttäuschenden Spielzeit beim FC Burnley in der zweiten englischen Liga, schloss sich Hennings im Sommer 2016 Zweitligist Düsseldorf an. Auch dank seiner 20 Scorer-Punkte schaffte die Fortuna am Ende der Saison 2017/18 den Aufstieg in die Bundesliga.

Hennings: "Wir haben Respekt, aber keine Angst"

In der vergangenen Saison stand Hennings im Schatten der Düsseldorfer Überflieger Lukebakio und Benito Raman, dennoch kam der Routinier auf beachtliche sieben Tore sowie vier Vorlagen. Nach dem Abgang des Offensiv-Duos scheint Hennings in der Bundesliga nun endgültig angekommen zu sein.

Seine derzeitige Form möchte er auch gegen den FC Bayern, der seit 1985 jedes Bundesliga-Spiel in Düsseldorf gewann, unter Beweis stellen. "Wir haben Respekt, aber keine Angst. Wir werden uns wieder einen Plan zurechtlegen, mit dem wir etwas holen können", erklärte Düsseldorfs Torjäger zuletzt. Die Bayern-Abwehr dürfte also gewarnt sein.

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