Effekten Dax leicht im Plus - "Kurse eher zufallsgetrieben"

Der Dax hat am Donnerstag im sehr ruhigen Handel einen kleinen Teil seiner Vortagesverluste wieder wettgemacht. Die Kurse seien wegen weiterhin extrem schwacher Umsätze großteils zufallsgetrieben, sagte Analyst Christoph Schmidt von der Wertpapierhandelsbank N.M.F. AG.

 

Frankfurt/Main - Bis zum Nachmittag gewann der Leitindex 0,37 Prozent auf 5793 Punkte, nachdem er am Mittwoch rund zwei Prozent eingebüßt hatte. Der MDax rückte um 0,22 Prozent auf 8772 Punkte vor und der TecDax stieg um 0,25 Prozent auf 676 Punkte.

"Vor dem Jahresende dürfte kaum mehr etwas passieren und keiner geht mehr neue Positionen ein", erklärte Analyst Schmidt die geringen Volumina am Aktienmarkt.

An der Spitze im Dax legten die Aktien der Deutschen Börse um 2,11 Prozent auf 39,515 Euro zu. Ein Grund dafür könnten letzte Aktienrückkäufe durch das Unternehmen sein, nachdem der Konzern Ende Oktober ein Rückkaufprogramm bis Ende des Jahres über rund 100 Millionen Euro angekündigt hatte. Schwächster Wert war das Papier der Allianz mit minus 1,12 Prozent auf 72,33 Euro. Auch in ganz Europa zeigten sich Versicherer schwach, der Sektor war Schlusslicht unter den Branchenindizes des Stoxx 600.

Im MDax zeigten sich die Anteilsscheine von Continental zuletzt fast unverändert mit minus 0,01 Prozent auf 47,575 Euro. Am Morgen noch hatten sie um etwas mehr als ein Prozent zugelegt. Wie der Chef des Autozulieferers, Elmar Degenhart, der "Süddeutschen Zeitung" sagte, ist die Geschäftsentwicklung im vierten Quartal sehr gut verlaufen. Der Umsatz werde trotz des traditionell schwachen Dezembers leicht über dem Niveau des dritten Quartals liegen. Ein Händler wertete die Aussagen positiv, auch wenn Conti nichts zum Gewinn gesagt habe.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,50 (Vortag: 1,52) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 131,23 Punkte. Der Bund Future 0,29 Prozent auf 138,61 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2889 (Mittwoch: 1,3074) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7759 (0,7649) Euro.

 

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