"Early Bird" im Crux Wie der frühe Vogel feiert

 Quelle: Unbekannt

Genau 150 Minuten lang wird jetzt jeden Dienstag im „Crux“ gefeiert – mit Kicker und Wii, Old-School-Hip-Hop und Rock. Kommt das an? Ein Besuch bei „Early Bird“

 

Es ist ein bisschen so, als hätte die coolste WG aus dem Bekanntenkreis zu einer spontanen Party geladen: Auf den Sofas haben sich bemützte und behutete Jungs mit Bierflaschen in der Hand breit gemacht, ein paar zocken auf der Großleinwand ein Wii-Tennisspiel. Der Kicker ist dauerbelegt, drei Mädels mit hippen Frisuren und kurzen Kleidchen hüpfen begeistert zu einem Old-School- Song des DJ-Repertoires, hinter dessen Pult flirtet ein Paar.

DJ-Pult? Die Party steigt nunmal nicht in einer WG, sondern im Gewölbe des Zerwirk, im Crux Club. Jeden Dienstag heißt es hier: „Early Bird – 150 Minuten Party.“

Ausgedacht hat sich das Dani Odesser alias Dani O., die die Top Friend Party in der Ersten Liga organisiert und bei den Yum Yum Partys mitgemischt hat. „Early Bird ist eine Mischung aus meiner Erfahrung im Münchner Nachtleben und dem, was so angesagt ist“, sagt sie. „Irgendwie muss man die Leute am Dienstag aus dem Haus locken – Männer wollen beschäftigt werden, Frauen einfach tanzen.“

Von den vier Euro Eintritt geht einer an ein soziales Projekt, Wodka-Mischgetränke (außer Bull) sind für 5,20 Euro zu haben und auf jedem verfügbaren Platz stapeln sich Lutscher und Bonbons. Ein Kicker musste her, weil der schon in der alten Ersten Liga so beliebt war, auch die Matches auf der Wii kommen gut an, wenn es nicht zu voll ist.

Das Limit, im Crux 150 Minuten, ist in London bei so genannten „Express Parties“ in. Los geht’s um 21 Uhr, der Countdown ist an die Wand gebeamt. „Beim ersten Mal waren wir ganz erstaunt, wie gut das funktioniert hat – sobald der Countdown rot geblinkt hat, haben die Leute ausgetrunken und ihre Jacken gepackt“, sagt Dani O. Rausgeschmissen wird aber niemand, bis Mitternacht ist das Crux noch offen.

Afterwork kennt man bisher eher aus Clubs wie dem 8Seasons, in der alternativen Szene war das Angebot mau. Im November war’s bei „Early Bird“ gesteckt voll, zu Uni-Prüfungszeiten und wenn das Wetter greislig ist, geht es gemütlicher zu. So oder so: „Die Leute freuen sich immer, dass sie feiern können, die letzten S-Bahnen erwischen und morgens ausgeschlafen sind“, sagt Dani O.


„Early Bird“, Dienstags im Crux, Ledererstraße 3, ab 21 Uhr, Eintritt 4 Euro, www.crux.me

 

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