Duell der Löwen am Samstag TSV 1860: Warum die Partie in Braunschweig besonders emotional wird

, aktualisiert am 24.07.2019 - 10:07 Uhr
Beim vergangenen Aufeinandertreffen zwischen 1860 und Braunschweig kochten die Emotionen hoch. Foto: imago/Hübner

Nächstes Traditions-Duell für den TSV 1860! Am Samstag gastieren die Löwen aus München bei den Löwen aus Braunschweig. Die Partie gegen den Beinahe-Absteiger aus der Vorsaison dürfte aus einem Grund besonders emotional werden.

 

München - TSV 1860 gegen Eintracht Braunschweig – seit gut vier Monaten ist das ein Duell mit fadem Beigeschmack. Nach dem Rassismus-Eklat samt gegenseitiger Anschuldigungen bei der Klubs empfangen die Löwen aus Braunschweig erstmals wieder ihr Münchner Pendant.

Spuck-Attacke von Bekiroglu

Rückblick: Ende März dieses Jahres gastierte der TSV 1860 in Braunschweig, beide Teams befanden sich im Abstiegskampf. Kurz vor dem Schlusspfiff spuckte Sechzig-Spielmacher Efkan Bekiroglu den Braunschweiger Benjamin Kessel an und wurde in der Folge für drei Spiele gesperrt.

Kessel soll den Deutsch-Türken Bekiroglu zuvor rassistisch beleidigt haben, mangels Beweisen wurde das Verfahren ohne eine Sperre eingestellt. Dafür wurde sein Teamkollege Robin Becker im Nachhinein aufgrund mutmaßlich rassistischer Äußerungen für satte fünf Spiele gesperrt. Doch nach einer Berufungsverhandlung am Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes wurde die Sperre aufgehoben, ein genauer Nachweis eines Fehlverhaltens konnte doch nicht erbracht werden. Becker fehlte der Eintracht somit nur für ein Spiel.

Rassismus-Eklat: Ex-Bayer Rau attackiert Sechzig

Eintracht-Aufsichtsrat Tobias Rau - als ehemaliger Bayern-Spieler ohnehin nicht besonders gut auf die Löwen zu sprechen - attackierte die Sechzger daraufhin. "Weder die Vorwürfe gegen Benjamin Kessel, noch gegen Robin Becker sind für uns als Verein nachvollziehbar und basieren auf bloßen - bis heute nicht nachgewiesenen - Behauptungen einzelner Spieler des TSV 1860 München", erklärte Rau damals. Nun treffen die Verantwortlichen also wieder aufeinander, auch die beteiligten Spieler dürften auf dem Platz stehen. Emotionen? Garantiert!

Auf dem Platz dürfte es also durchaus intensiv werden. Wie Sechzig musste auch Braunschweig bis kurz vor Ende der vergangenen Saison um den Klassenerhalt bangen, am Ende trennte die Eintracht gerade mal ein Törchen von einem möglichen Abstiegsplatz.

Im Sommer war bei den Löwen aus Braunschweig daher ein Umbruch fällig: Nach dem viel diskutierten Abgang von Trainer André Schubert, der sich Mitte Juni in einem Interview mit der "Braunschweiger Zeitung" noch zur Eintracht bekannt hatte, nur um gut eine Woche später urplötzlich zu Holstein Kiel zu wechseln, übernahm dessen bisheriger Assistenztrainer Christian Flüthmann den Trainerposten bei den Niedersachsen.

Neuzugang Kobylanski mit Dreierpack zum Auftakt

Flüthmann, mit 37 Jahren der zweitjüngste Drittliga-Trainer nach Bayerns Sebastian Hoeneß, kennt die Mannschaft bereits aus dem Vorjahr und war als Co-Trainer in mehrere wichtige Transfers involviert – und davon gab es einige. Insgesamt sieben Neuzugänge verpflichteten die Braunschweiger, acht Spieler wurden dafür abgegeben.

Vor allem das Mittelfeld um Neuzugang Martin Kobylanski, der beim 4:2-Sieg am ersten Spieltag gegen Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg gleich einen Dreierpack schnürte, wusste am ersten Spieltag zu überzeugen. "Wir haben die Umschaltmomente, die wir hatten, brutal effizient genutzt", schwärmte Flüthmann nach dem Auftakt-Sieg.

In ebenjenen Momenten offenbarte Sechzig beim Auftakt-Remis gegen Preußen Münster immer wieder Probleme – bei Ballverlusten ist also Vorsicht geboten.

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