Drogen im Smart gebunkert München: Neunköpfige Dealerbande steht vor Gericht

Drei der neun Angeklagten. Foto: Daniel von Loeper

Kokain und Marihuana: Neun mutmaßliche Dealer und ihre Helfer stehen seit Freitag in München vor Gericht. Am ersten Verhandlungstag ging es dabei etwas beengt zu.

 

München - Neun Angeklagte, ihre Verteidiger, Dolmetscher, Justizbeamte und Polizisten, Richter und Staatsanwältinnen: Es ist eng in Gerichtssaal B 173. Zu eng. Ein Verteidiger beschwert sich, dass man unter diesen Umständen nicht arbeiten könne.

Richter Philipp Stoll verspricht, sich fürs nächste Mal um einen größeren Saal zu bemühen. Doch am Freitag müssen alle mit den engen Verhältnissen vorliebnehmen.

Schon die Aufnahme der Personalien nimmt bei neun Angeklagten naturgemäß viel Zeit in Anspruch. Von der Staatsanwaltschaft wird den Männern und Frauen vorgeworfen, dass sie einen schwunghaften Handel mit Kokain und Marihuana im Münchner Stadtgebiet aufgezogen haben, beziehungsweise ihren Spezln durch das Anmieten von Lagern dabei geholfen haben.

In Bogenhausen finden Ermittler Kokain, Marihuana und Drogengeld

Die Ermittler fanden am 11. Dezember des vergangenen Jahres in einem Garagenbunker in Bogenhausen 1,166 Kilo Kokaingemisch sowie 437 Gramm Marihuana. Eine Woche später holten die Ermittler 157.000 Euro mutmaßliches Drogengeld aus einem Lager am Frankfurter Ring.

Neben anderen Lagern nutzte die Bande Kleinwagen wie einen Smart sowie einen Ford Focus als Drogenbunker und zum Transport.

Drogen in Lagerräumen und Kleinwagen gebunkert

Bereits im Juni 2018 soll die Bande in verschiedenen Lagerabteilen und Fahrzeugbunkern fast zwei Kilo Heroin und über 14 Kilo Marihuana versteckt haben. Richter Stoll ergänzt die Anklage noch durch einen Hinweis auf weitere Straftaten.

Viel weiter kommt man nicht. Am 9. Dezember soll der Prozess fortgesetzt werden. Dann hoffentlich in einem größeren Saal.

 

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