Drogen-Geschäft boomt Afghanistan: Neuer Rekord beim Opium-Anbau

Afghanistan: Der Opium-Anbau ist einer der wenigen florierenden Wirtschaftszweige. Foto: dpa

Das von Krieg und Bürgerkrieg gebeutelte Afghanistan hat sich am Rande der Kämpfe einen florierenden Wirtschaftszweig erhalten: Drei Viertel allen Opiums und Heroins weltweit kommen aus dem Land am Hindukusch.

Kabul – Das Jahr 2014 war das bislang blutigste Drogen-Jahr der afghanischen Geschichte, berichtet der Economist. Fast 3.700 Menschen seien beim Kampf um die Vorherrschaft in der Drogenproduktion getötet worden. Laut UN-Drogenbericht werden mittlerweile auf 224.000 Hektar Land Mohnblumen angebaut.

Im Jahr 2014 entwickelte sich Afghanistan damit zum weltgrößten Opium- und Heroin-Produzenten. Der UN-Bericht geht davon aus, dass 85 Prozent allen weltweit verfügbaren Opiums aus Afghanistan kamen, beim Heroin waren es 77 Prozent. Wie wichtig diese Einnahmequelle für das Land ist, belegen weitere UN-Zahlen: In den 80er Jahren, als sich die kolumbianischen Drogenkartelle auf dem Höhepunkt ihrer Macht und Ausbreitung befanden, generierten sie sechs Prozent des landesweiten Einkommens. In Afghanistan wurden 2014 mindestens 15 Prozent aller Einnahmen durch den Drogenhandel erzielt.

 

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