Dritter Jahrestag des Isarmordes Fall Domenico L.: Tausende Überprüfungen, kein Täter

Die Stelle, an der Domenico L. am 28.05.2013 ermordet wurde. Inzwischen sind auch die vielen Blumen und Gedenkkarten nicht mehr da. Foto: rah

Am Samstag jährt sich die Ermordung von Domenico L. zum dritten Mal. Die Polizei hat seither über 15.000 Menschen überprüft, Hunderte Spuren wurden abgearbeitet. Doch den Täter haben die Ermittler noch nicht gefunden.

 

Isarvorstadt - Im Fall des 2013 ermordeten Italieners Domenico L. hat die Polizei nach wie vor keinerlei heiße Spur, die sie zum Täter führen könnte. Die Ermittlungen wurden seit Bekanntwerden der Tat mit Hochdruck geführt. Zur Ermittlung des Täters wurde zunächst die Soko (Sonderkommission) Cornelius eingerichtet, die dann im Dezember 2013 kräftemäßig von rund 30 Beamten auf die EG (Ermittlungsgruppe) Cornelius zurückgeführt wurde. Die Ermittlungen wurden nahtlos weitergeführt.

Seither konnten fast 800 Hinweise aufgenommen und eine Vielzahl von Spuren bearbeitet bzw. abgearbeitet werden. Die Ermittlungen erfolgten in alle Richtungen. Bisher ergaben sich auch unter Einbindung der zuständigen Dienststellen keine Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund.

Mehr als 15.000 Personen wurden überprüft

Weiter wurde in den Stadtvierteln rund um den Tatort, bei Taxiunternehmern und -fahrern sowie bei Ärzten und Krankenhäusern eine groß angelegte Befragungsaktion durchgeführt. Ebenso erfolgte eine Überprüfung einer Vielzahl von Personen, die sich überprüfbar in Tatortnähe aufhielten. Insgesamt checkten die Ermittler rund 15.000 Personen.

Doch alle Spuren brachten keine harten Hinweise auf einen möglichen Täter, auch die freiwillig abgegebenen 6.500 Speichelproben brachten keine Übereinstimmung. Die Polizei ging an die Öffentlichkeit, präsentierte den Fall im italienischen wie im deutschen Fernsehen, nach der Sendung "Aktenzeichen XY" gingen zwar ebenfalls Hinweise ein, aber auch diese führten ins Leere.

Der Tipp kann 10.000 Euro wert sein

Die Ermittlungsgruppe geht inzwischen davon aus, dass es wahrscheinlich weder einen Bekanntheitsgrad zwischen Täter und Opfer gab, noch einen räumlichen Bezug des Täters nach München. Vor allem dieser Fakt erschwert die Ermittlungen enorm.

Die Mordkommission nimmt nach wie vor jeden Hinweise entgegen, für den Tipp, der zur Ergreifung des Mörders führt, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 10.000 Euro ausgelobt.

 

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