Dringlichkeitsantrag im Landtag Grüne wollen Zweite Stammstrecke auf den Prüfstand stellen

Schon immer gab es Proteste gegen die Zweite Stammstrecke (Archivfoto). Foto: Sigi Müller

Die Grünen im Landtag wollen die Zweite Stammstrecke in München auf den Prüfstand stellen. Grund sind die bereits bekannt gewordenen Kostensteigerungen und Fehlplanungen.

 

München - Die Grünen-Fraktion im Landtag will die Zweite S-Bahn-Stammtrecke in München auf den Prüfstand stellen. Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag wird bereits an diesem Donnerstag (5. Juli) behandelt.

Die Politiker wollen hinterfragen, ob der Bau angesichts der bereits bekannten Kostensteigerungen und Verzögerungen weitergeführt werden soll. So hätten sich die Kosten von knapp 600 Millionen Euro im Jahr 2001 auf gut 3,8 Milliarden Euro erhöht und auch der Eröffnungstermin verschob sich immer weiter nach hinten. Auch, weil teilweise Bahnsteige und Trassen neu geplant beziehungsweise verschoben werden mussten.

Weitere Planänderungen wahrscheinlich

"Das Projekt Zweite Münchner S-Bahn-Röhre steht, was Kostensteigerungen und Terminverschiebungen anbelangt, den Vorhaben Stuttgart 21 und Flughafen Berlin-Schönefeld in Nichts nach", heißt es in dem Antrag. 

Zudem erwarten die Grünen weitere Planänderungen. "Im Interesse der Fahrgäste der Münchner S-Bahn, aber auch aller Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sind jetzt Maßnahmen zur Verbesserung der Betriebs- und der Bedienungsqualität in Angriff zu nehmen und umzusetzen anstatt weitere zig Millionen Euro und später dann sogar Milliarden Euro zu verplanen, zu verbauen und zu verbuddeln für ein Projekt, das vielleicht erst in 15 oder 20 Jahren oder auch gar nicht fertiggestellt wird", so der Antrag weiter. 

 

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