Dreierpack von Terodde Braunschweiger Remis, Stuttgart macht Boden gut

Spitzenreiter Eintracht Braunschweig ist in Sichtweite: VfB-Stürmer Simon Terodde traf beim Stuttgarter Sieg gegen Bielefeld gleich dreimal. Foto: dpa

Kein Sieger im hochemotionalen Niedersachsen-Derby, der VfB Stuttgart nähert sich dank Simon Terodde der Spitze: Eintracht Braunschweig hat in der 2. Liga einen Sieg im Duell mit dem ärgsten Rivalen Hannover 96 verpasst.

Hamburg - Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig backt aktuell kleinere Brötchen: Die Mannschaft on Trainer Torsten Lieberknecht mussten sich trotz 2:0-Führung mit einem 2:2 (2:1) gegen Verfolger Hannover 96 zufrieden geben.

Zweiter mit nur einem Punkt Rückstand auf Braunschweig ist der VfB nach einem 3:1 (1:0) gegen Arminia Bielefeld.

Eintracht Braunschweig - Hannover 96

In Braunschweig entwickelte sich von Beginn an ein rassiges Spiel. Per Fallrückzieher brachte Routinier Ken Reichel die Platzherren in Führung (17.), Onel Hernandez erhöhte auf 2:0 (36.). 120 Sekunden später konnte Martin Harnik verkürzen.

Für den verdienten Ausgleich sorgte Kenan Karaman (76.) mit einem fulminanten Distanzschuss. Tabellenführer Braunschweig bleibt weiterhin fünf Punkte vor dem Erzrivalen. "Wir hatten einige Gelegenheiten. Heute war mehr drin", sagte Harnik bei "Sky".

"So wie der Spielverlauf war, müssen wir am Ende zufrieden sein", ergänzte 96-Coach Daniel Stendel, "das Spiel war eine Werbung für die 2. Liga." Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht meinte: "Wir bekommen das 1:2 zu früh. Es war ein Top-Derby. Es war ein gerechtes Unentschieden."

VfB Stuttgart - Arminia Bielefeld

Dank eines Dreierpacks von Simon Terodde bleibt der VfB Stuttgart dem Tabellenführer Eintracht Braunschweig auf den Fersen. Der Stürmer führte die lange Zeit erstaunlich passiven und unsouveränen Schwaben mit seinen Toren (13./70./90.) zu einem 3:1 (1:1) gegen Arminia Bielefeld, das zwischenzeitlich durch Andreas Voglsammer (64.) ausgeglichen hatte.

Es war der dritte Sieg nacheinander und der vierte in den vergangenen fünf Spielen für den Absteiger, der nach dem Punktverlust von Braunschweig nur noch einen Zähler hinter dem Spitzenreiter zurückliegt. Überzeugen konnte der VfB vor 55.160 Zuschauern aber erst ab Mitte der zweiten Halbzeit.

"Man hat gesehen, dass man keine Punkte geschenkt bekommt. Das war ein Arbeitssieg für uns. Es war gut zu sehen, dass wir nicht durch die Liga marschieren können", sagte Terodde bei "Sky".

Am Montag (20.15 Uhr/Sky und Sport1) beschließen der starke Aufsteiger Kickers Würzburg und der kriselnde FC St. Pauli den Spieltag.
 

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