Doppelverbrechen aufgedeckt Mutmaßlicher Starnberg-Mörder raubte auch Supermarkt aus

Starnberg: Ein Polizei-Absperrband vor dem Wohnhaus, in dem im Januar 2020 drei ermordete Personen gefunden wurden. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Neuer Aspekt im Starnberger Dreifach-Mordfall: Bei den Ermittlungen der Polizei kommt heraus, dass der mutmaßliche Täter zuvor wohl eine andere schwere Straftat begangen hat.

 

München - Rückblick: Am 22. Januar 2020 berichtete die Polizei Oberbayern Nord von einem Raubüberfall in einem Supermarkt in Emmering (Landkreis Fürstenfeldbruck). Ein Unbekannter erbeutete mit vorgehaltener Pistole bei der Tat 2.500 Euro Bargeld. Nach dem Überfall konnte der Täter fliehen. Nun hat ihn die Polizei wohl durch einen Zufall "gefasst".

Im Rahmen des vermeintlichen Familiendramas in Starnberg haben Beamte der Kripo Fürstenfeldbruck am 23. Januar die Wohnung des 19-jährigen Tatverdächtigen untersucht, der sich bereits wegen Mordverdachts in drei Fällen in Untersuchungshaft befindet. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung konnten mehrere Waffen sowie Munition sichergestellt werden – und ein Zusammenhang mit dem Raubüberfall in Emmering.

Bei der Durchsuchung fand die Kripo einen schwarzen Koffer mit Kleidung und einer Schusswaffe. Außerdem konnten mehrere tausend Euro Bargeld sichergestellt werden. Aufgrund von Fotos, die den Täter beim Verlassen des Supermarktes in der sichergestellten Kleidung zeigen, konnte die Polizei einen Zusammenhang der beiden Fälle herstellen. Außerdem wurde ein Foto auf einem Mobiltelefon gefunden, auf dem der mutmaßliche Supermarkträuber maskiert mit seiner Beute zu sehen ist.

Für die Polizei sind das starke Indizien dafür, dass der mutmaßliche Starnberg-Mörder vor seiner Bluttat auch den Supermarkt in Emmering überfallen hat.

 

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