Doppelmord von Notzing Gutachten soll Schuldfähigkeit klären

Der 22-Jährige Christoph Michael W. muss sich wegen Mordes an den Eltern seiner Ex-Verlobten vor Gericht verantworten. Foto: dapd

Prozess um den Doppelmord von Notzing: Ein psychiatrisches Gutachten soll die Schuldfähigkeit des Täters klären. Eine entscheidende Rolle spielt ein Münchner Professor.

 

Landshut – Der Prozess um den Doppelmord von Notzing geht am Donnerstag in die entscheidende Phase. Vor dem Landgericht Landshut soll das psychiatrische Gutachten vorgestellt werden. Der 22-jährige Angeklagte muss sich wegen Mordes an den Eltern seiner Ex-Verlobten verantworten.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der Heizungsmonteur den 60-Jährigen und die 54-Jährige getötet hat, weil er diese für die Auflösung seines Verlöbnisses mit der Tochter verantwortlich machte. Der Angeklagte hatte die Tat zum Prozessauftakt eingeräumt.

Entscheidend bei dem Gutachten von Prof. Norbert Nedopil von der Universität München wird sein, ob der Angeklagte zur Tatzeit vermindert schuldfähig war. Ansonsten droht dem 22-Jährigen die Höchststrafe.

Laut Anklage tötete der junge Mann seine Opfer mit Dutzenden Messerstichen, Hieben mit einem Schürhaken und einem Beil. Anschließend zwang er seine Ex-Verlobte, ihm bei der Beseitigung der Leichen zu helfen.

Der Verteidiger ist überzeugt, dass sein Mandant nur eingeschränkt schuldfähig ist. Eine Psychiaterin, die den Angeklagten seit einigen Monaten im Gefängnis Straubing betreut, attestierte dem jungen Mann eine Persönlichkeitsstörung und schloss eine erheblich eingeschränkte Steuerungsfähigkeit nicht aus.

 

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