Diskussion beim FC Bayern Viel Zustimmung: Bayern-Fans protestieren gegen eigene Trikots

Die Fans des FC Bayern fordern rot-weiße Trikots. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Wird das Trikot-Design beim FC Bayern zum Politikum? Teile der Fans haben die Initiative "Paragraf eins - Die Clubfarben sind rot und weiß" ins Leben gerufen – und bereits prominente Unterstützer gefunden.

München - Es war wieder einmal ein rot-weißes Menschenmeer, welches sich an diesem sonnigen Samstagmittag ihren Weg in den Bauch der Allianz Arena bahnte. Zwischendrin ein paar mitgereiste Leverkusener, ebenfalls in Rot und Weiß gekleidet. Alles eigentlich wie immer, beim 3:1 des Rekordmeisters gegen die Werkself.

Fan-Aktion vor der Allianz Arena

Wer allerdings mit der U-Bahn gekommen war, der wurde gleich nach der Gleisbrücke zum Vorplatz der Allianz Arena von drei jungen Männern abgefangen. "Pro rot-weiße Trikots", sagten sie im Akkord und drückten den Zuschauern Flyer in die Hand. Darauf zu sehen: Ein imaginäres Bayern-Trikot, auf dem das Zeichen "§1" prangte. Darunter der Spruch: "Wir wollen rot-weiße Trikots".

Es ist in Fankreisen keine neue Debatte. Schon in den vergangenen Jahren wurde immer wieder hitzig über das Design der Arbeitskleidung der Münchner diskutiert, so auch in diesem Jahr. Die neuen, mintgrünen Auswärtstrikots stoßen unter den Anhängern auf große Abneigung, auch über die stahl-grauen Champions-League-Trikots lässt sich sicher streiten.

Initiative unter Fans des FC Bayern

Am meisten missfällt den Fans aber, dass der Rekordmeister in den vergangenen Jahren immer wieder blaue Elemente ins Design der traditionell in Rot gehaltenen Heimtrikots eingepflogen hat.

Um dieser Entwicklung entgegenzutreten wurde nun die Initiative "Paragraf eins - Die Clubfarben sind rot und weiß" ins Leben gerufen. Tatsächlich sind die Vereinsfarben des Rekordmeisters gleich am Anfang der Vereinssatzung festgelegt.

"Die Klubfarben und damit auch die farbliche Gestaltung der Spielkleidung stellen im Fußballsport einen unverkennbaren Wiedererkennungswert dar und sind somit Ausdruck einer Vereinsidentität", begründen die Initiatoren. Die Ultras protestierten nicht nur beim Bundesligaspiel in der Arena, sondern auch beim Spiel der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Bayern gegen den TSV Buchbach im Grünwalder Stadion (2:2).

Viele Bayern-Fan-Klubs dabei

Mehr noch: Mittlerweile erfährt die Bewegung breite und prominente Unterstützung: Bis Sonntagabend hatten sich bereits 285 Fanklubs angeschlossen, darunter die "Schickeria München", "Red Fanatic München", "Munich‘s Red Pride" oder der "Club Nr. 12". Allesamt im Stadion präsente Fangruppierungen ,- die nun gehört werden wollen.

Lesen Sie hier: AZ-Kommentar - Bayern-Treter: Traurig, diese Hilflosigkeit!

 

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