Diskriminierung am Arbeitsmarkt In München haben Lesben schlechte Job-Karten

Homosexuelle Frauen werden in der bayerischen Hauptstadt seltener zu Bewerbungsgesprächen eingeladen

 

München -  Lesben haben bei der Jobsuche in München deutlich schlechtere Chancen als heterosexuelle Frauen, das hat ein Experiment der Ökonomin Doris Weichselbaumer von der Uni Linz ergeben. „Es hat sich gezeigt, dass lesbischen Frauen auch eine Eingetragene Partnerschaft nicht hilft. Verpartnerte Frauen werden genauso diskriminiert wie allein lebende Lesben“, sagte Weichselbaumer der AZ.

Für ihre Studie hatte sie sich zwischen Mai 2011 und August 2012 auf zahlreiche Online-Stellenangebote beworben – im Namen von vier fiktiven Frauen: Eine war verpartnert, eine solo und in ihrer Freizeit beim Lesben- und Schwulenverband aktiv, eine engagierte sich bei einer NGO ohne Bezug in die -Szene und die vierte war „klassisch“ verheiratet. Alter, Ausbildung und Berufserfahrung waren stets dieselben. Das Ergebnis ist ernüchternd: Am begehrtesten war die heterosexuelle Single-Frau, deren Bewerbung in 45,3 Prozent der Fälle zu einer positiven Rückmeldung führte, gefolgt von der Verheirateten (41,5 %). Bei den lesbischen Bewerberinnen lag die Erfolgsquote lediglich bei 32Prozent.

Übrigens: In Berlin waren die Chancen beider Gruppen etwa gleich groß.

 

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