Die Stadt macht ernst Innerhalb des Mittleren Rings: Totales Böllerverbot an Silvester!

, aktualisiert am 04.12.2019 - 09:35 Uhr
Der Silvester-Müll am Neujahrstag soll durch das Böller-Verbot deutlich verringert werden. Foto: imago/ZUMA Presse

In der Münchner Fußgängerzone und angrenzenden Straßen ist Feuerwerk komplett untersagt. Böller und Kracher dürfen innerhalb des Mittleren Rings nicht mehr gezündet werden.

 

München - Die Stadt macht ernst mit ihrem Feuerwerksverbot. Am kommenden Dienstag soll die neue Verordnung offiziell verkündet werden. Der Inhalt dürfte eingefleischten Feuerwerkfans überhaupt nicht schmecken, denn Böller werden aus dem Gebiet innerhalb des Mittleren Rings komplett verbannt, Raketen dürfen dagegen abgeschossen werden. In der Fußgängerzone gilt sogar ein absolutes Feuerwerksverbot.

Auch Raketen in der Fußgängerzone verboten

Zwischen Marienplatz und Stachus sind Raketen und Böller in der Silvesternacht komplett verboten. Das gilt auch für umliegende Straßen wie die Diener- und die Weinstraße bis auf Höhe der Maffeistraße. Auch der Rindermarkt gehört zur Tabuzone.

Wer in diesem Bereich mit Feuerwerk erwischt wird, riskiert eine Anzeige und ein saftiges Bußgeld. Raketen und Böller werden von der Polizei konfisziert. Die betreffenden Personen erhalten einen Platzverweis – wer sich nicht daran hält, wird von der Polizei festgesetzt.

Zusätzliche Polizeikräfte für Feuerwerksverbot im Einsatz

Etwas lockerer sind die Regeln jenseits der Fußgängerzone. Hier dürfen weiterhin Raketen abgeschossen werden. Das soll beispielsweise für das Tollwood-Gelände gelten, den Friedensengel, die Münchner Freiheit oder die Wittelsbacherbrücke, wo sich jedes Jahr Tausende Münchner treffen, feiern, trinken, um das neue Jahr mit Feuerwerk zu begrüßen.

Diesmal wird es an den Hotspots jedoch deutlich leiser zugehen. Böller sind nämlich laut der neuen Verordnung innerhalb des Mittleren Rings generell verboten. Die neuen Feuerwerksregeln gelten übrigens nicht nur dieses Jahr, sondern immer an Silvester – ab 31. Dezember 0 Uhr bis Mitternacht am Neujahrstag.

Die Polizei ist mit zwei Hundertschaften in der Stadt unterwegs, zusätzlich zu den normal in der Silvesternacht arbeitenden Beamten. Die Polizisten sollen dafür sorgen, dass das Feuerwerksverbot eingehalten wird. Knifflig könnte es bei den in den letzten Jahren in Mode gekommenen Feuerwerksbatterien werden, die schießen ganze Serien von Raketen ab und knallen dazu ganz ordentlich.

Begründung: Umweltbelastung und Sicherheitsbedenken

Begründet wird das Verbot mit Sicherheitsbedenken. In der Silvesternacht 2018/2019 wurden Raketen auf Menschen abgeschossen, Einsatzkräfte gefährdet, Rettungswege blockiert. Hinzu kommen Umweltbelastungen. Die Feinstaubkonzentration ist, wie Messungen belegen, in der Silvesternacht deutlich erhöht.

Am Stachus beispielsweise stieg die Konzentration zwischen Mitternacht und 1 Uhr von 41 auf 524 Mikrogramm Feinstaub. Außerdem bleibt nach dem ganzen Rummel jede Menge Müll zurück. In München fielen zuletzt in der Silvesternacht 70 Tonnen Müll an.

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