Die Schauspielerin im Interview Christine Neubauer: "Ich hätte gerne längere Beine"

Christine Neubauer fühlt sich wohl in ihrem Körper Foto: Nicolas Kantor / Weight Watchers

Lange Zeit galt Schauspielerin Christine Neubauer als Quotenkönigin, doch in letzter Zeit war das einstige Vollweib nur noch selten im TV zu sehen. Woran das liegt, verrät sie im Interview und spricht außerdem über ihr neues Körpergefühl und den Kampf gegen den Jojo-Effekt.

 

Berlin - In den vergangenen Jahren war Christine Neubauer (51) so oft wie keine andere Schauspielerin im Fernsehen zu sehen. Doch in letzter Zeit hat die TV-Präsenz des einstigen Vollweibs deutlich abgenommen. Das habe aber weniger mit ihrer erschlankten Figur als mit Umstrukturierungen bei ihren Hauptauftraggebern zu tun, betont Neubauer im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Vor zwei Jahren nahm die Schauspielerin mit Hilfe des Abnehmprogramms "Weight Watchers" zehn Kilo ab.

Jahrelang waren Sie das Vollweib der Nation und in zahlreichen TV-Filmen zu sehen. Nach Ihrem Gewichtsverlust hat auch ihre Fernsehpräsenz abgenommen. Bekommen sie heute weniger Rollen-Angebote als früher?

Christine Neubauer: Dass ich weniger drehe, hat nichts mit meinem Gewicht zu tun, sondern in erster Linie mit einer großen Umstrukturierung auf der Chef-Ebene meines Hauptauftraggebers ARD Degeto. So etwas braucht seine Zeit, zwei Jahre sind seitdem vergangen. Zukünftig werde ich auch in anderen Rollen zu sehen sein. Zum Beispiel am 26. April um 20.15 Uhr in "Die Briefe meiner Mutter" im Ersten. Die Filme, die das Publikum von mir gewohnt war, wird es in dieser Form nicht mehr geben.

Können Sie sich denn mit den neuen Rollen-Angeboten auch identifizieren?

Neubauer: Ich bin Gott sei Dank in einer Position, in der ich mir die Zeit nehmen kann, um mir das auszusuchen, was für mich das Richtige ist. Und es wird auch sicherlich wieder eine Komödie mit mir geben, die das Publikum so liebt. Ich sehe es als eine Chance und Herausforderung, mich noch einmal zu verändern. Aber man kann es nicht allen Recht machen. Es wird immer Leute geben, die dem Alten nachweinen oder Neues schlecht reden.

Sie haben vor zwei Jahren zehn Kilo abgenommen und halten Ihr Gewicht bis heute. Hatten Sie je Angst vor dem Jo-Jo-Effekt?

Neubauer: Ja, vor allem am Anfang. Da ich früher alle Diäten ausprobiert habe, die es gab, kenne ich den Jo-Jo-Effekt nur zu gut. Alle Diäten haben letztendlich dazu geführt, dass ich irgendwann in der Jojo-Falle hängengeblieben bin. Dass ich es mit Weight Watchers geschafft habe und mein Gewicht seitdem halte, ist für mich ein unglaubliches Glücksgefühl. Es funktioniert wunderbar, da ich im Alltag meiner Ernährung treu bleibe. Dennoch genieße auch ich einen tollen Urlaub mit allem, was dazu gehört. Um mich dann im Anschluss wieder in Form zu bringen, nutze ich gerne den neuen Weight Watchers Starter Plan "Mein einfacher Start" - das funktioniert ganz ohne Punkte zählen.

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Treiben Sie denn immer noch so viel Sport?

Neubauer: Es geht nicht ohne Sport. Doch als ich in das Programm eingestiegen bin, habe ich wesentlich mehr Sport gemacht. Ich wollte dadurch die Haut so gut wie möglich mit zurückführen, also elastisch und straff bleiben. Es nützt ja niemanden was, wenn man abnimmt und dann die Hautlappen herunterhängen. Zurzeit bin ich sehr viel unterwegs, da kommt der Sport ein bisschen zu kurz. Doch wenn ich die Zeit habe, gehe ich Joggen oder mache Box-Pilates mit meiner DVD.

Fühlen Sie sich jetzt in Ihrem Körper rundum wohl, oder klagen Sie auch über die eine oder andere Problemzone?

Neubauer: Nein, ich bin wirklich wunschlos glücklich und zufrieden. Es gibt nur einen Wunsch, den ich allerdings weder mit Training noch Diät erreichen kann: Ich hätte gerne 10 cm längere Beine. Also muss ich das mit High Heels ausgleichen.

Sie werden in diesem Jahr 52, fällt Ihnen das Älterwerden schwer?

Neubauer: Nein, ich finde die 50 noch ziemlich gut. Ich weiß allerdings nicht, ob ich das auch noch sage, wenn die ersten Wehwehchen kommen. Wenn mir nach dem Joggen die Knie weh tun würden, würde mich das schon sehr ärgern. Aber im Moment fühle ich mich fit und rundum glücklich.

Haben Sie je mit dem Gedanken gespielt, sich unters Messer zu legen oder Falten mit Botox zu bekämpfen?

Neubauer: Nein, das habe nicht. Diese Frage stellt man meistens Schauspielern. Dabei sind es gerade die, die sich Botox am wenigsten leisten können. Denn neben Talent spielt ja auch die Mimik eine große Rolle. Diese würde man mit Botox ja zerstören. Wenn man allerdings etwas erfinden würde, was weder mit einem Skalpell oder der Zerstörung der Gesichtsmuskulatur zu tun hätte, dann würde ich nicht Nein sagen. Man geht ja auch zur Kosmetikerin oder cremt sein Gesicht regelmäßig ein. Diese Eitelkeit hat jeder. Gewisse Falten will ich aber behalten. Als Schauspieler sollte man sich schon fragen: Will ich ein glattes Gesicht oder will ich meine Kunst ausüben?

Mit Ihrem Freund José leben Sie sowohl auf Mallorca als auch in Deutschland. Wo verbringen Sie die meiste Zeit?

Neubauer: Mallorca ist mein Freizeitmittelpunkt. Ich bin dort wahnsinnig gerne und kann mich da wunderbar erholen. Mein Arbeitsmittelpunkt ist nach wie vor Deutschland und ich wohne in Berlin. Seit langer Zeit werde ich dort auch mal wieder die Osterfeiertage verbringen.

 

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