"Die Lange Nacht" George R.R. Martin verrät Details zum "Game of Thrones"-Prequel

George R.R. Martin hat Details zum "Game of Thrones"-Sequel verraten Foto: Kathy Hutchins / Shutterstock.com

George R.R. Martin ist eigentlich mit dem Schreiben von "Die Winde des Winters" beschäftigt, doch in einem Interview verriet er nun Details zum "Game of Thrones"-Prequel "Die Lange Nacht". Die Fans dürfen sogar auf ein paar alte Bekannte und Brückenschläge zur Stammserie hoffen.

 

Fantasy-Autor George R.R. Martin (70) hat neue Details zum kommenden "Game of Thrones"-Prequel verraten. Die fünf Erkenntnisse teilte er mit dem US-Magazin "Entertainment Weekly" in einem Interview. Dass die Serie 5000 Jahre vor den Ereignissen zur Zeit der vielzitierten "Langen Nacht" spielt, war schon vorher bekannt. Nun hat er mehr zur Gliederung von Westeros und Verbindungen zur Mutterserie preisgegeben und einige Geheimnisse gelüftet.

Wildwest Westeros

Der Autor verriet, dass es vor dem Spiel um den Eisernen Thron noch viel mehr Throne gegeben hat: "Wir sprechen von den Sieben Königreichen von Westeros [in "Game of Thrones", Anm.] [...]. Aber wenn man weiter zurückgeht, gibt es neun Königreiche, und davor zwölf, und irgendwann kommt man zurück zu der Zeit, in der es 100 Königreiche - winzige Königreiche - gab, und das ist die Ära, über die wir hier sprechen." Da die Sieben Königreiche in "Game of Thrones" bis zum Ausbruch des Krieges für Stabilität standen, vermutet das Magazin, dass es sich nun eher um ein "Wildwest Westeros" handeln könnte.

Alte Bekannte

Man trifft auch auf alte Bekannte, zumindest dem Namen nach. Die Stark-Familie wird zugegen sein - wobei das Fans schon lange klar war. Schließlich gehen die Herren von Winterfell auf die Ersten Menschen zurück. "Die Starks sind auf jeden Fall da", orakelt Martin, doch mehr lässt er sich dazu nicht entlocken. "Ganz klar sind die Weißen Wanderer da - oder wie ich sie in meinen Büchern nenne, Die Anderen - das wird auf alle Fälle ein Aspekt sein." Doch damit noch nicht genug, denn "dort gibt es auch Dinge wie Schattenwölfe und Mammuts."

Keine Lennisters - oder doch?

Die Lennister-Familie wird hingegen nicht am Start sein, zumindest nicht von Anfang an. "Die Lennisters sind noch nicht da, aber Casterlystein definitiv; es ist wie der Felsen von Gibraltar", enthüllt der Autor. "Er wird von den Casterlys bewohnt - nach denen er nach all der Zeit in 'Game of Thrones' immer noch benannt ist." Doch die Lennisters könnten auftauchen. Ihr Begründer Lenn der Listige - von dem angenommen wird, dass auch er einer der Ersten Menschen war - ergaunerte sich nämlich die Festung der Casterlys im Zeitalter der Helden, in welchem das Prequel spielen wird.

Es gibt keine Hauptdarsteller

Was die Schauspieler betrifft, wird viel spekuliert. Beispielsweise wird bei den bestätigten Schauspielerinnen Naomi Watts (50), Naomi Ackie (26) und Denise Gough (39) gemunkelt, es handele sich hier um das Führungs-Trio der Serie. Dem tritt Martin energisch entgegen: "Ich tue mir schwer, das Wort 'Führung' zu benutzen. Wie Sie aus 'Game of Thrones' wissen, haben wir nie jemanden als Hauptdarstellerin oder Hauptdarsteller benannt." Er spreche lieber von einem Ensemble. "Ich denke, das wird bei dieser Show auch so sein."

Der Titel ist noch nicht fix

Auch was den Titel anbelangt, könnte sich durchaus noch etwas bewegen. Ursprünglich als "Die Lange Nacht" angekündigt, steht man nun vor dem Problem, dass man die dritte Folge der letzten Staffel der Stammserie schon so genannt hat. Zwar wurde der Name von George R.R. Martin selbst vorgeschlagen und er hält ihn immer noch für die beste Wahl, doch will er sich auch anderen Varianten nicht versperren. "Ich habe den Vorschlag gehört, dass es 'Die Längste Nacht' genannt werden könnte, was eine Variante ist, gegen die ich Nichts habe. Das wäre ziemlich gut."

Und obwohl er so viele Projekte am Laufen hat, kann er auch seine Bücherfans vertrösten, denn er schreibe aktuell nur eine Sache: Das sechste "Eis und Feuer"-Buch "Die Winde des Winters". Wann das Prequel anlaufen soll, ist noch unklar, doch die Produktion sollte in diesen Tagen beginnen.

 

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