"Die ewige Welle" München-"Tatort" in der Kritik: Man konzentriert sich auf Verlierer

Die Kommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) sind bei ihren Ermittlungen im Tatort "Die ewige Welle" an der Eisbach-Welle nicht immer einer Meinung. Foto: BR/Wiedemann & Berg Television GmbH & Co. KG/Hendrik Heiden

Die ARD zeigt am Sonntag (26. Mai) den neuen "Tatort" aus München. Wie kommt "Die ewige Welle" an? 

 

Spoiler-Warnung

Liebe AZ-Leser, die folgende Kritik enthält teils unverschleierte Hinweise zur Handlung Tatorts "Die ewige Welle" (Sonntag, 20.15 Uhr in der ARD). Falls Sie den Krimi unvoreingenommen sehen möchten, lesen Sie diesen Artikel am besten erst später.


Junge Menschen tollen nackt über den Strand, und die an Super 8 erinnernde Bildqualität erzählt davon, dass das schon lange her sein muss. Und schon damals in den Achtzigern war die freie Liebe nicht so die Sache vom Franz. An einem frühen Morgen klemmt er sich sein Surfboard unter den Arm und verlässt die Menage à trois heimlich. Erst 35 Jahre danach treffen sie sich in München wieder: Franz Leitmayr ist inzwischen Kriminaler geworden und ermittelt, weil Mikesch in einer Unterführung niedergestochen wurde. Er überlebte verletzt.

"Tatort" aus München: Eisbach-Welle wird Thema

In "Die ewige Welle" fahnden Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic (Miroslav Nemec) sowohl nach einem illegalen Deal um die Wirkstoffe in Schmerzpflastern als auch die Leiden des jungen Leitmayr (Sören Wunderlich) in Portugal. Mikesch reitet die Eisbach-Welle hinter dem Haus der Kunst, die inzwischen fast so berühmt ist wie die Marienkirche oder das Hofbräuhaus.

Die Autoren Alex Buresch und Matthias Pacht sowie Regisseur Andreas Kleinert konzentrieren sich auf die Verlierer. Mikesch (Andreas Lust) zieht seinen Traum, mit ergaunerten Millionen ins Surf-Paradies in Thailand umzuziehen, rücksichtslos durch. Leitmayr baggert um die Rekonstruktion der Beziehung zu Frida (Ellen ten Damme). In den zerbechlich erscheinenden Bildern (Kamera: Johann Feindt) eines Generationenporträts wird empfindsam der Preis von Freiheit verhandelt.

 

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