Die Eskimotragödie Eine Erinnerung an den Feuertod

An der Akademie der Bildenen Künste beginnt die Performance. (Archivbild) Foto: tg

Bei einem Faschingsfest kamen vor knapp 134 Jahren neun Studenten in einem Feuer ums Leben. Eine Kunstperformance erinnert an dieses Ereignis.

Schwabing - Unter dem Motto „München 2015: Eine Standortbestimmung“ werden fünf Kunstperformances zwischen Februar und September stattfinden. Den Anfang mach der Münchner Künstler Stefan Lenhart. Am Aschermittwoch, 18. Februar, führt er sein Projekt "Die Eskimotragödie" auf.

Der Inhalt: Bei einem Faschingsfest im damals größten Münchner Vergnügungspalast „Kils Kolosseum“ nahe der Hans-Sachs-Straße fanden am 18. Februar 1881 neun Studenten der Akademie der Bildenden Künste den Tod, als ihre Eskimoverkleidung Feuer fing. Mit einem inszenierten Trauermarsch durch die Innenstadt zum Südfriedhof, angeführt von einer zehnköpfigen Kapelle und historischer Trauermarschmusik, erinnert Lenhart an die Faschingstragödie vor 134 Jahren.

Neun Studenten der Akademie der Bildenden Künste München begleiten in historischer Trauerkleidung der Zeit um 1880 den Zug, stellvertretend für die damals Verunglückten. Die Bekleidung der Mitwirkenden wurde von Stefan Lenhart entworfen und von der Schneiderei „Atelier La Silhouette“, die Frauen aus sozial schwierigen Verhältnissen die Möglichkeit eines Ausbildungsplatzes bietet, maßgefertigt. Der Trauerzug beginnt um 11 Uhr an der Akademie der Bildenden Künste, und führt zum Alten Südfriedhof mit dem Golden Brass Ensemble.

Um zirka 12.15 Uhr wird an der alten Kastanie in der Hans-Sachs-Straße 5, dem Standort des historischen „Kils Kolosseum“, die Kunsthistorikerin Dr. Daniela Stöppel an die „Eskimotragödie“ erinnern. Rainer Maria Schießler, Pfarrer von St. Maximilian, hält um zirka 13 Uhr eine Grabrede im Alten Südfriedhof, am Grab der verunglückten Studenten. Jeder kann sich dem Trauermarsch anschließen.

Was? Kunstprojekt "Die Eskimotragödie"

Wann? 18. Februar 2015, ab 11 Uhr

Wo? Start: Foyer Altbau der Akademie der Bildenden Künste, Akademiestraße 2 - 4

 

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