Diagnose nach Unfall Schleudertrauma - Felix Neureuther: "Fliege morgen nach Sotschi"

Felix Neureuther hat sich bei dem Auto-Unfall ein Schleudertrauma und eine Bänder-Zerrung zugezogen. Zur AZ sagte er: "Ich bin froh, dass es glimpflich ausgegangen ist"

 

München - Die AZ trifft Felix Neureuther nach dem Auto-Unfall. „Ich bin froh, dass es glimpflich ausgegangen ist. Ich werde mich jetzt den restlichen Tag erholen. Das Wichtigste ist, dass ich gesund geblieben bin. Ich werde morgen nach Sotschi fliegen", sagt der Skistar.

Neureuther hat sich ein Schleudertrauma und eine Zerrung des Band-Apparates zugezogen, wie der Deutsche Skiverband vermeldet.

Der Verband schreibt: "Bei Blitzeis war der Skistar auf der A95 bei Starnberg ins Schleudern geraten und in die Leitplanke gefahren. Bei einer Kernspintomographie diagnostizierte Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt ein Schleudertrauma sowie eine Zerrung des Bandapparates. Die Untersuchungen ergaben jedoch keinen Hinweis auf knöcherne Verletzungen. „Es geht mir den Umständen entsprechend gut“, sagte Neureuther in München. „Ich fliege morgen nach Sotschi.“

Sohn Felix habe selbst weiterfahren können, berichtete Vater Christian Neureuther. Auch daraus zog der frühere Skirennfahrer die Hoffnung, dass sein Sohn körperlich einigermaßen glimpflich davon gekommen ist.

DSV-Cheftrainer Charly Waibel sagte der ARD: "Das Gemeine am Schleudertrauma ist, dass es sich oft erst in den nächsten Tagen entwickelt.

Wir müssen nach wie vor abwarten." Nach Angaben der zuständigen Polizeiinspektion Weilheim saß Neureuthers Freundin Miriam Gössner mit im Auto. Die Biathletin, die wegen ihrer Rückenverletztung in Sotschi nicht am Start ist, rief anschließend die Polizei in Garmisch-Partenkirchen an, um den Unfall zu melden. Nach Neureuthers Angaben blieb Gössner unverletzt.

Dem Skirennläufer droht nun ein Verfahren wegen Unfallflucht. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft München II nahmen am Freitag Ermittlungen wegen "unerlaubten Verlassens des Unfallortes" auf. Dies bestätigte ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Rosenheim dem SID. Er ergänzte, Ermittlungen würden automatisch eingeleitet, sobald ein Fremdschaden entstanden sei. Das Gesetz schreibe darüber hinaus vor, dass der Unfallverursacher die Polizei umgehend zu informieren habe.

Neureuther aber eilte weiter zum Flughafen. Er hätte am Freitagmorgen um sieben Uhr Richtung Sotschi fliegen sollen, entschied sich aber auf Anraten seiner Trainer dazu, nach der Aufgabe seines Gepäcks in die Münchner Innenstadt zu Müller-Wohlfahrt zu fahren.

Neureuthers erster Start ist für den 19. Februar geplant (Mittwoch, Riesenslalom). Der Slalom zum Abschluss der alpinen Wettbewerbe wird am 22. Februar (Samstag) ausgetragen.

 

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