DFB-Frauen-Team Lewandowski-Berater hilft der Tor-Heldin

Dzsenifer Marozsan soll der nächste große Star im DFB-Team werden – vor der WM ist sie geflüchtet. Am Sonntag Finale in Stockholm.

 

GOTEBORG Als das Runde in der 33. Minute ganz langsam in Richtung des Eckigen kullerte, wollte Dzsenifer Marozsan mit dem Jubeln einfach nicht mehr so lange warten, bis der Ball endlich die Torlinie überquert hatte. Maroszan fiel Vorbereiterin Anja Mittag schon vor dem entscheidenden Treffer im EM-Halbfinale gegen Schweden (1:0) in die Arme.

„Ich habe gezittert. Ich dachte, bei meinem Glück geht der an den Pfosten. Aber Anja ist auf meinen Rücken gesprungen, bevor der Ball drin war. Da wusste ich, dass er reingeht, und wir haben schon gejubelt”, sagte die Matchwinnerin. 21 Jahre alt ist die Spielmacherin der DFB-Frauen erst. Oder doch: schon 21? Gerade mal 14 war die gebürtige Ungarin schließlich erst, als sie in der Frauen-Bundesliga debütierte. Zwei Jahre vorher hatte sie noch ausschließlich mit Jungs gespielt. Ihr erstes Länderspiel bestritt die Senkrechtstarterin bereits 2009. Bei einer Karriere im Zeitraffer ist es klar, dass auch die Tiefpunkte schon in jungen Jahren kommen. Bei Maroszan war dies 2011. Ausgerechnet die Heim-WM verpasste sie wegen einer Verletzung. Sie flüchtete mit ihrer Familie nach Spanien, die Spiele hätte sie sich nicht ohne Tränen live anschauen können.

In Schweden ist sie nun dabei – und laut Neid „unsere beste Fußballerin”: Und weiter: Technisch hat sie alles drauf. Sie hat viel Spielwitz, einen guten Schuss und kann tolle Pässe spielen. Sie muss nur noch mehr Konstanz in ihre Leistungen bringen.”.
Maroszan stammt aus einer Fußballerfamilie: Vater Janos war ungarischer Nationalspieler. Und weil Maroszan nicht nur gut kicken, sondern auch gut vermarktbar ist, hat sie beste Chancen der neue deutsche Fußball-Star zu werden. Dachte sich wohl auch Maik Barthel, der Berater von BVB-Star Robert Lewandowski – und nahm sie unter Vertrag.

 

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