Bayern-Stars nicht mehr im DFB-Team Ausbootung von Thomas Müller: Matthias Sammer kritisiert Joachim Löw

, aktualisiert am 16.03.2019 - 16:59 Uhr
Ex-Sportvorstand des FC Bayern: Matthias Sammer. Foto: imago/Norbert Schmidt

Matthias Sammer teilt wegen der aktuellen Chancenlosigkeit des deutschen Fußballs kräftig aus. Ferner kritisiert er Joachim Löw mit scharfer Wortwahl für die Ausbootung von Thomas Müller aus dem DFB-Team.

München - Matthias Sammer hat nichts von seiner Haudrauf-Mentalität eingebüßt! Der einstige Sportvorstand des FC Bayern stellte in seiner Video-Kolumne "Sammer Time" bei Eurosport knallhart die Grundsatzfrage zum deutschen Fußball.

Und er kritisierte Bundestrainer Joachim Löw überdeutlich für das Aus von Thomas Müller in der deutschen Nationalmannschaft.

Matthias Sammer: "Deutschland ist nicht Durchschnitt"

"Wir laufen der Musik in der Spitze hinterher. Wir sind Durchschnitt, aber Deutschland ist eigentlich nicht Durchschnitt", sagte der 51-jährige Sammer in gewohnt direkter Wortwahl: "Wir sollten einfach mal diskutieren: Was macht Gewinner aus und was macht aktuell den deutschen Fußball aus? Weil wir sind aktuell alles, aber keine Gewinner."

Die Art und Weise, wie Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng das Ende im DFB-Team mitgeteilt wurde, sei "bedingt optimal vorbereitet" gewesen, meinte der Berater von Bundesligist Borussia Dortmund weiter.

Seine These: Der DFB habe versucht, "dass am Ende keiner dasteht wie der Depp, und was ist passiert? Sie stehen alle im Prinzip beschädigt da."

Wegen Thomas Müller: Matthias Sammer mahnt drastisch

Als es um Müller ging, mahnte der Europameister von 1996 drastisch: "Wir können uns doch nicht in gewissen Situationen gegenseitig zerstören oder vernichten. Es war nicht optimal vorbereitet. Man vergisst die eigenen Grundtugenden und dass alle gemeinsam Großes erreicht haben", sagte Sammer und wetterte: "Auch, wenn Thomas Müller zwischendurch nicht optimal gespielt hat, kann er zurückkommen und das Spiel der Bayern wieder bereichern. Er hat noch eine lange Laufbahn vor sich. Daher war es vollkommen unnötig, eine Absolution auszusprechen. Das hat eigentlich nochmal die ganze Diskussion verschärft."

 

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