Deutschland sucht den Superstar "DSDS"-Christopher Schnell: "Dieter Bohlen würde gute Sachen für mich schreiben"

Am Samstag gilt es für Christopher Schnell: In der zweiten großen "DSDS"-Liveshow muss er Dieter Bohlen und die Zuschauer überzeugen. Im Gespräch mit spot on news verrät der 25-Jährige, woran es bei ihm in der letzten Sendung haperte - und welche Kandidaten besonders unordentlich sind.

Christopher Schnell galt seit dem ersten Casting bei "Deutschland sucht den Superstar" als Geheimfavorit: Juror Dieter Bohlen vermachte ihm seine einzige goldene Schallplatte und sah den 25-Jährigen schon mit einem Fuß im Finale. Doch ein falscher Song und der enorme Druck ließen Christopher in der ersten großen Liveshow trotzdem bis zum Ende zittern. Warum für ihn aber nur der erste Platz zählt und weshalb in der Kandidaten-WG permanente Unordnung herrscht, berichtet Christopher im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Letzte Woche war die erste Live-Show. Was fällt dir auf Anhieb zum letzten Samstag ein?

Christopher Schnell: Enttäuschung.

Die Jury war geteilter Meinung was deine Performance anging. An was lag's, am Song oder an der Aufregung?

Christopher: Es haben mehrere Faktoren eine Rolle gespielt. Zum eines lag es sicherlich daran, dass es nicht der perfekte Song für mich war, zum anderen war ich selbst sehr nervös. Hinzu kam der enorme Druck von außen. Das war dann einfach alles zuviel.

Ihr durftet euch die Songs aber eigentlich selbst aussuchen. Wieso hast du dann erst während der Show festgestellt, dass "Dear Darlin" von Olly Murs doch nicht so zu dir passt?

Christopher: In der Challenge ging es darum, einen Tanz-Part einzubauen. Ich habe deshalb irgendwie versucht, einen Song zu finden, in dem man Gefühl zeigen kann, aber auch die Möglichkeit hat zu tanzen. Ich wusste von Anfang an, dass diese Challenge wirklich eine Herausforderung für mich sein wird. Ich habe den Song definitiv schon besser gesungen, deswegen war ich sehr enttäuscht von mir. Jetzt geht es aber darum, einfach weiterzumachen und wieder voll durchzustarten.

Was tut man denn kurz vor so einem großen Auftritt gegen die Aufregung? Es gibt Musiker, die ganz verrückte Dinge vor einer Show tun. Chris Martin von Coldplay muss sich immer kurz bevor er auf die Bühne geht die Zähne putzen. Hast du auch schon irgendwelche Rituale für dich entdeckt?

Christopher: Ich werde vor den Auftritten immer sehr ruhig und spreche überhaupt nicht mehr. Ich laufe herum und sage kein Wort, weshalb sich immer alle fragen, ob mit mir alles in Ordnung sei. Tendenziell sind es Leute nicht von mir gewohnt, dass ich still bin. Ich lache und rede sonst sehr viel, insofern benehme ich mich vor einer Show fast wie ein Zombi. Das ist meine Art von Ritual.

Letzte Woche gab es also die Challenge "Tanzen". Wenn du dir was wünschen könntest, was wäre denn, natürlich abgesehen vom Singen, deine Parade-Disziplin?

Christopher: Wenn es darum geht, Gefühl zu zeigen, würde ich darin meine Stärken sehen. Es muss auch nicht immer eine Ballade sein. Das können auch positive Songs sein, in denen Gefühle stecken.

Gott sei Dank wurde Wackelkandidatin Elif letzte Woche von den Zuschauern in die Live-Show gewählt, sonst hättet ihr jetzt nicht so ein wunderbares Bravo-Coverbild zusammen. Bist du froh, dass sie noch dabei ist?

Christopher: Auf jeden Fall. Seit dem Recall machen wir sehr viel miteinander. Wir haben uns natürlich auch schon ab und an privat getroffen. Wir verstehen uns prächtig, schätzen uns gegenseitig und sind absolut auf einer Wellenlänge. Von dem her war es eine sehr große Erleichterung, dass sie weiterhin dabei ist.

Dann wart ihr Zwei letzte Woche auch noch nach der Show zusammen feiern - oder fällt man nach so einem emotionalen Abend einfach nur müde ins Bett?

Christopher: Da es letzten Samstag die erste Show war, sind wir alle noch kurz feiern gewesen. Aber danach war ich einfach nur froh, im Bett zu liegen und runterzukommen. Nach der Show war ich noch völlig emotional aufgewühlt und total unter Adrenalin. Aber schlafen geht immer.

Du hast mehr als 220.000 Facebook-Fans. Sich in der Öffentlichkeit sehen zu lassen dürfte jetzt auch schon gar nicht mehr so einfach sein. Ihr werdet doch bestimmt jetzt schon wie verrückt umworben. Wie ist das, auf einmal von den Fans erkannt zu werden?

Christopher: Einerseits ehrt es mich total, dass es Menschen da draußen gibt, die sich freuen, mich zu sehen. Auf der anderen Seite ist es natürlich schon so, dass man sich in der Öffentlichkeit anders verhalten muss. Ich versuche also, nicht die ganze Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Es ist einfach etwas Neues und deshalb noch irgendwie unangenehm.

Ihr wohnt jetzt gut eine Woche zusammen im Loft. Es gehen Gerüchte rum, dass es nicht mehr allzu ordentlich bei euch aussieht. Butter bei die Fische, wer ist unordentlicher: Mädchen oder Jungs?

Christopher: Wenn man sich die Zimmer anschaut, definitiv die Mädchen! Da liegt wirklich alles rum. Aber auch ein Alessandro ist nicht der ordentlichste Mensch. Da muss ich mich schon das ein oder andere Mal mit ihm auseinandersetzen. Und obwohl wir einen Putzplan haben, ist es chaotisch.

Kocht ihr selber oder ist der Pizzamann Stammgast im "DSDS" Loft?

Christopher: Ich persönlich koche oft und gern. Wenn die Zeit da ist, versuche ich was Schönes für die WG zaubern. Nichtsdestotrotz gibt es auch lange, anstrengende Tage, an denen man auf nichts mehr Bock hat, dann wird selbstverständlich bestellt.

Angenommen, du wirst nach "Deutschland sucht den Superstar" erfolgreicher, professioneller Musiker. In welchem Genre würdest du dich zu Hause fühlen?

Christopher: Pop-Musik fürs Radio. "Bruno Mars" ist definitiv ein Vorbild von mir, den finde ich extrem geil. Aber auch den Style von Emeli Sandé mag ich sehr gern.

Und Dieter Bohlen würde später deine Songs produzieren?

Christopher: Ganz klar Ja. Er ist für mich das Maß aller Dinge. Dieter Bohlen ist der erfolgreichste Musiker in Deutschland. Ich mag seine Musik und ich glaube, dass er für mich gute Sachen schreiben würde.

Wenn man nun die Historie von "DSDS" betrachtet, haben es viele Gewinner nicht geschafft, längerfristig erfolgreich in der Musikbranche vorne mitzuspielen. Beunruhigt dich das?

Christopher: Überhaupt nicht. Ich bin von Anfang an mit realistischen Vorstellungen in diese Sache hineingegangen. Für mich gilt hier trotzdem nicht der olympische Gedanke. Ich bin nicht mit dem Ziel hergekommen, Zweiter oder Dritter zu werden. Ich möchte ganz klar gewinnen: "The Winner takes it all." Denn wenn überhaupt, wird nur der Gewinner langfristig erfolgreich sein, für die anderen wird es schwer werden.

Angenommen, du gewinnst diese Staffel: Was wäre dein persönliches Geheimrezept für einen anhaltenden Erfolg?

Christopher: Man muss sich immer selbst treu bleiben. Es bringt nichts, wenn ich anfange, mich zu verstellen. Ich bin ein aufrichtiger, netter und manchmal auch witziger Kerl und möchte auch so bleiben. Ich will damit überzeugen, wer ich bin. Wenn das gut ankommt, habe ich Glück gehabt. Wenn nicht, dann bringt es auch nichts, so zu tun als ob.

 

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