Der neue Franken-Tatort-Kommissar Fabian Hinrichs kennt Franken nicht

Die Kombo zeigt die Schauspieler Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs. Im künftigen Franken-Tatort werden die Schauspieler auf Mörderjagd gehen. Foto: dpa
 

Der Schauspieler aus Hamburg will seine "Bildungslücke" aber bald schließen

Gerade steht er in Straßburg auf der Bühne, aber schon im nächsten Jahr wird der Schauspieler Fabian Hinrichs (39) in Franken drehen – als Hauptkommissar Konrad Wagner im neuen Franken-„Tatort“. Zusammen mit seiner Kollegin Dagmar Manzel (55) soll er Mordfälle in ganz Franken aufklären. Für Hinrichs gibt es da auch persönlich viel Neues zu entdecken. Denn er sei nicht gerade ein Franken-Experte, räumte er im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa ein.

Herr Hinrichs, Sie sollen in Franken ermitteln. Was fällt Ihnen denn als gebürtiger Hamburger beim Begriff Franken ein?

 Es wäre vermessen zu sagen, dass ich Experte für Franken bin. Ich muss mich dort erst einfühlen. Das wird natürlich auch Teil der Geschichte sein, dass jemand nach Franken kommt. Ich freu' mich sehr auf die Region.

Haben Sie schon einen Nachhilfelehrer in Sachen Franken? Oder wie bereiten sie sich auf die Region vor?

Ich habe keinen Franken im Bekanntenkreis, der mir Nachhilfe in Sachen Franken geben könnte. Aber ich werde mich einlesen und natürlich auch Franken bereisen. Am besten lerne ich Regionen kennen, indem ich sie bewandere oder dort eine Fahrradtour unternehme. Eine gute Art, eine Region kennenzulernen, ist natürlich auch ein Filmdreh. Da lernt man oft Orte kennen, in die man nicht als Tourist kommt.

Nürnberg und die Franken fühlen sich beim Vergleich mit München und Oberbayern immer ein bisschen als Underdog. Droht das auch dem Franken-„Tatort“ im Vergleich mit dem aus München? Und wie wollen Sie das verhindern?

Vergleichen macht unglücklich. Der Münchner „Tatort“ und der Franken-„Tatort“ sind etwas ganz Eigenständiges. Die einzige Gemeinsamkeit ist ihre Zugehörigkeit zur „Tatort“-Reihe. Sonst ist Alles anders. Ich hab gar keine Sorge und sehe auch keine Konkurrenz.

Es gibt viele Krimi-Serien im Fernsehen. Wie wollen Sie es schaffen, dem fränkischen „Tatort“ ein eigenes, unverwechselbares Gepräge zu geben – so dass man vielleicht auch in Westfalen und der Lausitz über den Franken-„Tatort“ spricht?

Ich würde gerne Filme machen, die ich und meine Freunde selbst gerne sehen. Filme, die meinen eigenen Ansprüchen gerecht werden. Ich glaube, dass sich Qualität immer durchsetzt über kurz oder lang. Dass es derzeit so viele Krimi-Serien gibt, wird sich bereinigen. Aber den „Tatort“ wird es immer geben. Das ist eine Konstante. Und wenn wir emotional packende Geschichten haben, dann werden das gute „Tatort“-Filme aus Franken werden.

 

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