Der Erfolg hat viele Väter Radweg-Lückenschluss über A94

Haben es nicht immer leicht: Radfahrer. Foto: dpa/picture-alliance

Endlich gibt es realistische Chancen, dass Radler künftig die Autobahn A94 zwischen Trudering und Riem sicher queren können. Der Stadtrat beauftragte das Baureferat letzte Woche mit entsprechenden Vorplanungen.

Trudering/Riem - Radler, die zwischen Trudering und Riem unterwegs sind, leben gefährlich. Die viel befahrene Straße Am Mitterfeld quert die A94 über eine schmale Brücke, Radwege gibt es nicht. Die aber werden seit vielen Jahren regelmäßig auf Bürgerversammlungen, durch den Bezirksausschuss oder von Stadträten gefordert. Genutzt hat es nichts.

Dabei hätte man leicht Radwege bauen können, als vor einigen Jahren die Brücke saniert wurde. Damals lehnte das die zuständige Autobahndirektion Südbayern ab. So bleibt den Radlern nur das Flickwerk aus unterbrochenem Radweg, schmalem Gehsteig und Fahrbahn.

Bewegung kam in die Sache, als Grünen-Stadtrat Herbert Danner Anfang Mai Münchens Baureferentin Rosemarie Hingerl und die Oberen der Abteilungen Ingenieur- und Tiefbau bei einem Ortstermin vereinen konnte. Da wurden Nägel mit Köpfen gemacht und Danner freute sich. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir den Durchbruch für eine verkehrssichere und finanzierbare Lösung im Einvernehmen mit der Verwaltung gefunden haben“, erklärte er damals.

Was besprochen wurde, fasste Danner in einem Stadtratsantrag zusammen, der sich fast komplett mit der Beschlussvorlage deckt, für die Hingerl jetzt das Okay des Stadtrats bekam. Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter und die CSU verkündete gestern, der Durchbruch sei ihr zu verdanken. Dazu Danner: „Es ist äußerst dreist, die aktuelle Offensive des Baureferats für die CSU zu reklamieren“. Zudem sei nicht das gesamte Projekt mit der Autobahndirektion abgeklärt, wie die CSU behaupte.

Auf einen schnellen „Lückenschluss“ können die Radler dennoch nicht hoffen. „Kurzfristig“, nämlich bis Anfang 2017, sollen die westlichen Böschungen der Brücke hergestellt und wenigstens der im Süden und Norden endende Radweg verbunden werden. Bis die neue Radler-/Fußgängerbrücke gebaut wird, gehen sicher noch einige Jahre ins Land!

 

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