Der Beste verlässt Sechzig TSV 1860: Die AZ-Zeugnisse für die Löwen-Abwehr

Stammabwehr des TSV 1860: Felix Weber (Mi.) und Simon Lorenz (re.). Foto: imago/MIS

Jan Mauersberger fällt ab, Felix Weber ist solide - und ein anderer bald weg. In Teil zwei der Serie gibt es die AZ-Saisonzeugnisse für die Abwehrspieler des TSV 1860.

 

München - Die Lederhose wählte Jan Mauersberger. Für seine Hochzeit mit Freundin Janina, nach einer langen, nervenaufreibenden und für den Routinier letztlich enttäuschenden Saison mit dem TSV 1860.

Jan Mauersberger hatte eine schwierige Saison

Eine schwere Gesichtsfraktur und ein hartnäckiger Muskelfaserriss setzten den Starnberger lange Zeit außer Gefecht, sodass er (zumindest bei den Sechzigern) keinen neuen Vertrag bekommt. Auftrumpfen konnte dagegen Leih-Löwe Simon Lorenz – er wurde auf Anhieb zum Stabilisator.

Die AZ stellt den 1860-Verteidigern im zweiten Teil der Serie ihr Saisonzeugnis aus.

Herbert Paul (32 Spiele), Note 4: Die Saison des Oberbayern war ein einziges Hin und Her. Durch viel Laufbereitschaft und Offensivdrang erarbeitete sich der Ex-Schweinfurter prompt einen Stammplatz. Leistete sich aber drei schwerwiegende Platzverweise und verschuldete mehrere Elfmeter.

Eric Weeger (12 Spiele), Note 4: Verlor seinen Stammplatz in der Vorbereitung an Paul. Ihm blieb nur die Reservistenrolle. Ein Kämpfertyp, der sich aber nie festspielen konnte.

Jan Mauersberger (12 Spiele), Note 5: Eine unglückliche Saison (nur 527 Spielminuten) für den Ex-Zweitligaprofi. In der Luft immer noch ein Ass, aber in Sprintduellen teils deutlich zu langsam. Beendet der 33-Jährige jetzt seine Karriere?

Felix Weber (31 Spiele), Note 3: Der Kapitän hatte eine Durchhänger-Phase, in der ihm Sechzig-Coach Bierofka eine Denkpause gab. Erzielte zwei Tore, kassierte aber in Zwickau einen unnötigen Platzverweis. Muss noch mehr zum Lautsprecher werden.

Simon Lorenz (37 Spiele), Note 1: Leih-Löwe, den Sechzig so dringend gebrauchen könnte – aber nicht halten kann. Ein Musterbeispiel an Einsatzbereitschaft und Willen. Spielte nach Nasenbeinbruch mit Gesichtsmaske und trotz Innenbandriss mit einer Schiene. Abgeklärt im Zweikampf, stark in der Spieleröffnung – und torgefährlich bei Standards.

Semi Belkahia (4 Spiele), Note 5: Für nächste Saison fest eingeplant, fällt aber mit einem Kreuzbandriss noch lange aus. Verursachte gegen Fortuna Köln nach Leichtsinnsfehler unglücklich einen Elfmeter, verletzte sich im selben Zweikampf. Der 20-Jährige hat noch viel Potenzial nach oben.

Phillipp Steinhart (36 Spiele), Note 2: Fünf Tore, 14 Vorlagen – der Topscorer des TSV 1860. Defensiv schwankend, offensiv mit teils herrlich getimten Flanken. Sein Dasein als Standard-Spezialist und seine Flexibilität machen ihn wertvoll für Bierofka.

Christian Köppel will sich durchsetzen

Christian Köppel (4 Spiele), Note 4: Auf die Bank verbannter Publikumsliebling. Nur 241 Spielminuten, konnte sich nie gegen Steinhart durchsetzen. Muss seinen Herzensverein verlassen, will aber unbedingt den nächsten Anlauf in der 3. Liga wagen.

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