Der Bauch von München Großmarkthalle wird 100 Jahre alt

100 Jahre Großmarkthalle: Jubiläum in München Foto: Martha Schlüter

100 Jahre Münchner Großmarkthalle: Am Dienstag hat der große Umschlagplatz für Obst und Gemüse sein Jubiläum gefeiert. Aus diesem Anlass gibt es im Stadtmuseum eine Ausstellung.

 

München  – Sie ist europaweit einer der größten Umschlagplätze für Obst und Gemüse, Händler beliefern von hier aus fünf Millionen Kunden: Die Münchner Großmarkthalle hat am Dienstag ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Die Direktion der Münchner Markthallen eröffnete aus diesem Anlass im Stadtmuseum die Ausstellung „Täglich frisch! 100 Jahre Münchner Großmarkthalle“.

„Wie ernährt sich eine Großstadt?“, sei das grundlegende Thema der Schau, sagte Ursula Eymold, die maßgeblich für deren Umsetzung verantwortlich ist. Vom Ölgemälde bis zur Videoinstallation führt „Täglich frisch!“ von den 1860er Jahren über die Kriegsjahre und das Wirtschaftswunder bis heute durch die Geschichte der Ernährung der Münchner und die Entwicklung der Großmarkthalle. „Ich könnte mir vorstellen, dass die Besucher ihren Apfel nach der Besichtigung anders essen“, sagt Eymold.

Selbst die meisten Münchner wissen nicht viel über die Markthalle im Stadtteil Sendling. Dabei schreibt sie seit dem 14. Februar 1912 Stadtgeschichte. Für rund 100 Mitarbeiter und gut 3000 Händler ist die Großmarkthalle Arbeitsplatz und Lebensraum. Von der 27-Jährigen bis zur 90-Jährigen finden sich hier Menschen ein, um zu handeln und zu feilschen.

Axel Markwardt, Stadtdirektor des Kommunalreferats erklärte, dass der sogenannte Bauch von München eine alte Einrichtung der Stadt sei und in dieser Konzeption erfolgreich fortbestanden habe. Daher will die Kommune die Markthalle auch weiterhin betreiben, obwohl im Jahr 2008 festgestellt wurde, dass sie grundlegend saniert werden muss - voraussichtlich für etwa 125 Millionen Euro. Laut dem stellvertretenden Werkleiter der Großmarkthalle, Gerhard Harter, ist die Entscheidung des Stadtrats über die mögliche Sanierung, oder eher den Neubau, wie Harter vermutet, Ende des Jahres zu erwarten.

 

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