Denkmalschützerische Begleitung Münchner Hauptbahnhof: Fotos als Erinnerung

Der Abriss des Münchner Hauptbahnhofs sorgt weiter für Diskussionen. Foto: imago/ZUMA Press (Symbolfoto)

Der Abriss des Münchner Hauptbahnhof sorgt weiter für Diskussionsstoff. Linke und ÖDP fordern denkmalschützerische Begleitung - die Stadt stößt an rechtliche Grenzen.

 

München - Dass der Abbruch des Hauptbahnhofs denkmalschützerisch begleitet wird, hatten die Stadträte Sonja Haider und Tobias Ruff (beide ÖDP) sowie Çetin Oraner und Brigitte Wolf (beide Die Linke) vor Beginn des Abrisses im April gefordert. Sie wollten, dass die bekannten Reste der Vorkriegsbebauung - etwa die Rundbögen des Bürkleinbaus von 1849 (Schalterhalle) fachkundig dokumentiert werden.

Das Planungsreferat verwies darauf, dass 2008 aufgrund der Fragmentierung der historischen Bausubstanz „keine Denkmalwürdigkeit erkannt“ worden sei. Das Problem, erklärt Stadtbaurätin Elisabeth Merk, sei folgendes: "Die Stadt hat keine rechtliche Handhabe, eine denkmalschützerische Begleitung der nicht anerkannten Baudenkmäler von der Deutschen Bahn (DB) zu fordern." Sie habe diese dennoch um eine Stellungnahme gebeten.

Abriss Münchner Hauptbahnhof - denkmalschützerische Begleitung

Aus der Antwort der DB werde jetzt ersichtlich, schreibt Merk, dass für die nicht als Denkmäler anerkannten Bauwerke zumindest eine Foto- und Video-Dokumentation für die Nachwelt entstehe.

Für die vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erfassten Bau- und Bodendenkmäler - die Gleishalle, das Relief über dem Haupteingang und der Starnberger Flügelbahnhof - erfolge selbstverständlich eine denkmalschützerische Begleitung.

 

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