Demo am Marienplatz Kundgebung: "Wider das Vergessen"

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht und gegen Rechtsradikalismus heute findet am Samstag eine Kundgebung am Marienplatz statt. Foto: Ralph Hub

Gegen den Naziterror von einst und Rechtsradikalismus heute findet am Samstag eine Kundgebung am Marienplatz statt.

 

Altstadt - Zum 75. Jahrestag der Novemberpogrome und des 2. Jahrestages des Bekanntwerdens des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ruft das 'Bündnis gegen Naziterror und Rassismus' am kommenden Samstag, den 9. November von 12.30 bis 14 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Marienplatz auf.

Unter dem Motto „Kein Vergeben, kein Vergessen“ will das Bündnis an diesem historischen Tag ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Faschismus setzen.

Die Kundgebung erinnert an die Ereignisse der Novemberpogrome am 9.11. vor 75 Jahren und mahnt, dass die Auswirkungen faschistischen Gedankenguts nicht vergessen werden dürfen.

Gleichzeitig wird mit der Kundgebung aktueller Naziterror thematisiert.
Auch zwei Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU bleiben weiterhin viele Fragen zu den rassistischen Morden der Rechtsterroristen und zu den Verstrickungen des Inlandsgeheimdiensts und der Ermittlungsbehörden ungeklärt. Gleichzeitig, so die Veranstalter, bleibe die Naziszene in München und andernorts aktiv und tritt organisiert und gewalttätig auf. Daher soll auch dem aktuellen Naziterror und dem gesellschaftlichen Rassismus mit der Kundgebung entgegnet werden.

„Wir haben an diesem bedeutenden Tag eine historische Verantwortung vor erstarkendem Nationalismus und Rassismus zu warnen. Wir müssen fragen, was und wer es ermöglichte, dass der NSU 13 Jahre lang in Deutschland vor den Augen der Ermittlungsbehörden Morde begehen und Anschläge verüben konnte. Es muss auch Aufgabe des derzeit in München laufenden NSU-Prozesses sein, Licht ins Dunkel der organisierten Naziszene zu bringen und die fragwürdige Rolle des Inlandsgeheimdiensts und der ermittelnden Behörden zu beleuchten“, kommentiert Benedikt Brenner, Sprecher des Bündnisses. „Faschistisches und rassistisches Gedankengut lebt weiter und bleibt eine Ideologie, die andere tötet. Es muss eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein, an den historischen Naziterror zu erinnern und dem aktuellen entschieden entgegenzutreten, in München und überall.“

Bei der Kundgebung werden Redebeiträge zu den historischen Ereignissen des Nationalsozialismus, zu rechtem Terror in München seit 1980, zu gesellschaftlichem Rassismus und zum 'Nationalsozialistischen Untergrund' vorgetragen werden.

Des Weiteren werden die aktuell in München hungerstreikenden Asylsuchenden einen Gastbeitrag halten.

 

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