Delegiertenversammlung des TSV 1860 München Ex-Löwen-Vizepräsident Meidert: „Ich wurde bedroht“

Ex-Vizepräsident Erich Meidert. Foto: dpa

Die Bombe ließ Erich Meidert schon vor der Delegiertenversammlung des TSV 1860 platzen. „Ich bin im Namen von Gerhard Mayrhofer bedroht worden“, erklärte der ehemalige Klub-Vize. Von wem, verriet er dann hinter verschlossenen Türen.

 

Taufkirchen -   Herbert Ziegler, Hausmeister der Löwen an der Grünwalder Straße, habe ihn im Juli 2013 angerufen. „Herr Mayrhofer hat mir ausrichten lassen, dass man Maßnahmen ergreifen werde, von denen ich mich nie wieder erholen werde.“ Das Telefongespräch soll wenige Tage vor der Mitgliederversammlung im Juli 2013 stattgefunden haben, auf der Gerhard Mayrhofer erstmals zum Präsidenten gewählt worden war.

Meidert war zu diesem Zeitpunkt von Helmut Kirmaier als Notvorstand vorgeschlagen worden. Doch nach der Bedrohung habe Meidert entschieden, nicht für die Position zur Verfügung zu stehen. Ziegler zeigte sich auf der Versammlung am Dienstagabend entsetzt und bezeichnete den Vorwurf Meiderts als „Unverschämtheit“. Es habe zwar ein Gespräch gegeben. In diesem habe jedoch Meidert sich an Ziegler gewandt und gebeten, mit Mayrhofer sprechen zu wollen. Diese Version bestätigte auch Mayrhofer, konnte aber nicht beantworten, warum sich Meidert an den Hausmeister der Löwen gewandt haben soll, um ein Gespräch mit dem Präsidenten zu bekommen.

Mayrhofer erklärte lediglich, noch nie mit Meidert gesprochen zu haben und dafür auch keinen Bedarf zu sehen. Vielleicht hatte Meidert mit einer anderen Aussage also doch Recht: „Die Gräben im Verein sind so groß wie noch nie.“ Die Delegiertenversammlung konnte diesen Eindruck jedenfalls nicht vollends widerlegen.

 

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