Ein Startup auf der ISPO Die erste Sicherheitsbindung für den Wassersport

Die Gründer Markus Zaglmann (l.) und Thomas Lischke präsentieren ihre Produktneuheit in München. Foto: Susanne Krenn

Das Deggendorfer Startup Dalion Watersports präsentiert die erste Sicherheitsbindung für den Wassersport auf der weltgrößten Sportmesse ISPO in München (26. bis 29. Januar).

 

Deggendorf/München - Damit lösen die Jungunternehmer ein Problem, auf das erstmals vor 25 Jahren in einer sportwissenschaftlichen Studie hingewiesen wurde. Vor allem steht die Trendsportart Kitesurfen aufgrund des Sicherheitsrisikos in der Kritik. Bis heute verletzen sich allein dort weltweit jährlich rund 80.000 Sportler, weil ihr Fuß bei einem Sturz am Brett fixiert bleibt. Mit ihrem Produkt konnten sich die beiden Gründer, Thomas Lischke (29) und Markus Zaglmann (36), beim internationalen Wettbewerb ISPO Brandnew gegen rund 400 Mitbewerber durchsetzen.

Besonders innovativ ist der einzigartige Auslösemechanismus. "Die eigentlich zur Verletzung führende Bewegung öffnet die Fußschlaufe", erklärt Lischke. Die Geschäftsidee entsprang beim berufsbegleitenden Managementstudium im Herbst 2017 an der Technischen Hochschule Deggendorf. Nachdem sich Lischke selbst den Unterschenkel beim Kitesurfen gebrochen hatte, überlegten sich die Studierenden die Umsetzung einer Lösung im Rahmen einer Projektarbeit. Dabei fanden sie in ihrer Recherche heraus, dass Fuß- und Knöchelverletzungen im Wassersport am häufigsten auftreten.

Die Initialzündung kam im Silicon Valley

Die ökonomische Initialzündung erfolgte dann im Startup-Mekka Silicon Valley. "Nach mehreren Betriebsbesichtigungen haben wir noch in den USA beschlossen eine eigene Gesellschaft zu gründen und das unternehmerische Abenteuer zu wagen", sagt Zaglmann. Als Förderungen durch die Programme EXIST und WIPANO des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und dem Europäischen Sozialfonds genehmigt wurden, machten die beiden Gründer schnell Nägel mit Köpfen. Innerhalb kurzer Zeit entwickelten sie zahlreiche Prototypen und meldeten ein Patent an.

An Ernsthaftigkeit lässt es das Startup nicht vermissen. Aus dem Unternehmerstudium entsprang eine Kapitalgesellschaft, die einen neuen Sicherheitsstandard in einem Wachstumsmarkt präsentiert. Nun sucht das Gründerduo Geschäftspartner, um die Innovation nachhaltig auf dem Markt zu positionieren.

 

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