David Manga bleibt Jung-Löwe steigt auf

Darf nun bei den Profis ran: David Manga Foto: Sportfoto Zink / MeZi

MÜNCHEN - Eigentlich hätte er für ein halbes Jahr nach Israel ausgeliehen werden sollen, aber nun bleibt Löwen-Talent David Manga doch beim TSV 1860. Und weil Trainer Reiner Maurer gerne junge Leute in sein Team einbaut, holt er den bisherigen U23-Spieler jetzt zu den Profis.

 

Am Dienstagabend beim Testspielsieg der Löwen in Zürich durfte David Manga eine Halbzeit lang mitwirken, und am Morgen danach hatte 1860-Trainer Reiner Maurer ein Lob für den jungen Mann übrig. "Er hat seine Sache gut gemacht", sagte Maurer über den seit heute 22 Jahre alten Franzosen, den die Löwen eigentlich zur Weiterbildung nach Israel hatten ausleihen wollen. "Aber das hat sich zerschlagen", wie Maurer nun verriet.

Der 50-Jährige will Manga in den kommenden Wochen genauer unter die Lupe nehmen, denn vorher ergab sich für ihn keine Möglichkeit dazu. Dass er den schnellen Offensivmann nicht schon früher zu sich nahm, liegt nämlich vor allem daran, dass sich in der Vorrunde auf dessen präferierter Außenbahnposition zu große Konkurrenz im Kader getummelt hatte. Maurer sagte dazu: "Was sollte ich machen? Sollte ich etwa mit neun Linksaußen spielen lassen? Nein, die Situation ließ nicht noch mehr Spieler auf der Position zu."

Nun aber, nach den Abgängen von Moritz Leitner und Sandro Kaiser und wegen der Verletzung von Daniel Halfar und dem zuletzt etwas ungewissen Gesundheitszustand von Kapitän Daniel Bierofka, erklärte Maurer: "Ich will sehen, wie sich Manga integriert. Er muss sich nun dem Konkurrenzkampf stellen." Zuletzt hatten sich ja auch schon Tarik Camdal und Kevin Volland hervorgetan.

Im Sommer wird der in Paris geborene Manga schon drei Jahre bei den Löwen sein, erst jetzt aber scheint so langsam seine Zeit zu kommen. Am Mittwoch sagte auch Sportchef Miki Stevic: "Ich habe eine gute Meinung über ihn. Aber er muss noch viel an sich arbeiten. Wenn man ihm aber Zeit schenkt, dann kann man noch viel mit ihm erreichen." Womöglich war es für die Löwen also gar nicht so schlecht, dass sich Mangas Ausleihe nach Israel nicht realisieren ließ. mpl

 

0 Kommentare